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14.04.2008 - 14:25 Uhr
Ritter, Revolutionäre, Ninjas und Nachkriegsikonen: Aktuelle Medienboard-Förderentscheidungen versprechen abwechslungsreichen Filmsommer

Berlin/Potsdam – Der Filmsommer in Berlin-Brandenburg wird abwechslungsreich. In der aktuellen Fördersitzung hat das Medienboard Berlin-Brandenburg 26 Projekten Fördermittel in Höhe von insgesamt 4.929.790,39 Euro zugesagt.

4,8 Mio. Euro Produktionsförderung werden an 21 Filme vergeben: Til Schweiger und Rick Kavanian alias Ritter Lanze und Möchtegernritter Erdal geben in Schweigers neuer Komödie „1 ½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Prinzessin Herzelinde“ Vollgas, um die entführte Tochter von König Gunter (Thomas Gottschalk) zu befreien. Mit dabei: Dieter Hallervorden und Julia Dietze (P: Barefoot Films, 750.000 Euro). Sünderin, Ikone, Weltstar – Hildegard Knef, in der Verfilmung ihrer Lebensgeschichte „Hilde“ dargestellt von Heike Makatsch, polarisierte das biedere Nachkriegsdeutschland. In weiteren Rollen: Monica Bleibtreu, Christian Berkel, Henry Hübchen, Michael Gwisdek (P: Egoli Tossell Film, 550.000 Euro). Naomie Harris („Fluch der Karibik“) und der koreanische Sänger, Schauspieler und Superstar Rain alias Jung Ji-Hoon („Speed Racer“) drehen nach dem Buch der Wachowski Brüder in Babelsberg den Actionthriller „Ninja Assassin“ (Regie: James McTeigue) über einen abtrünnigen Ninja, der von seinem Clan bis nach Berlin verfolgt wird (P: Fünfte Babelsberg Film, 651.790,39 Euro).

Nach einer Idee von Tom Tykwer entsteht der Episodenfilm „Deutschland 09“ in Anlehnung an „Deutschland im Herbst“ von 1977. Insgesamt zehn Regisseure und Autoren darunter Fatih Akin, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Hans Weingartner, Dominik Graf u.a. sind an diesem ungewöhnlichen Porträt der medien- und gesellschaftspolitischen Gegenwart Deutschlands beteiligt (P: Herbstfilm Produktion, 400.000 Euro). Regisseur Stefan Krohmer zeichnet in dem doku-fiktionalen Fernsehfilm „Rudi Dutschke“ fürs ZDF das Porträt des Menschen, Revolutionärs und charismatischen Studentenführers (P: teamWorx Television & Film, 150.000 Euro).

Nach der erfolgreichen Dokumentation „Dancing with myself“ ist „Wenn die Welt uns gehört“ der erste Spielfilm von Judith Keil und Antje Kruska. Das Drama erzählt von drei Jugendlichen in Ostdeutschland, die glauben, Satan beim Kampf um die Weltherrschaft unterstützen zu müssen (P: Lichtblick Film- und Fernsehproduktion, 150.000 Euro).

Drei Projekte erhalten insgesamt 58.000 Euro Verleih- und Vertriebsförderung: Michael Hanekes amerikanische Neuverfilmung von „Funny Games U.S.“ mit Naomi Watts und Tim Roth (V: X Verleih, 30.000 Euro), der Eröffnungsfilm der Berlinale Perspektive Deutsches Kino „Berlin – 1. Mai“ (V: Delphi Filmverleih, 20.000 Euro) und Thomas Heises „Kinder. Wie die Zeit vergeht“ (V: GMfilms, 8.000 Euro) werden gefördert.

Alle geförderten Projekte finden hier.



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