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Archiv 2004 - 2008: Pressemitteilungen und Standort-News

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01.09.2007 - 18:13 Uhr
Die Zukunft des Kinos hat begonnen - Medienwoche debattiert Übergang in die Digitalierung / Streit um Filmfördergesetz

Bildunterschrift

Berlin/Potsdam – Als analoge Insel in der digitalen Zukunft hat die Kinobranche keine Chance, war die einhellige Meinung auf der Branchenkonferenz „Kino mit Zukunft“. Doch wer finanziert den Umstieg zu D-Cinema, wann und wie soll der Switchover erfolgen? Dr. Thomas Negele vom Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) stellte fest, bis Ende des Jahres seien zusammen mit den Verleihern und der Filmförderung die Vorarbeiten für den flächendeckenden Umstieg von 35 mm-Film auf D-Cinema geschafft, dem Rollout stehe damit nichts mehr im Weg. Ursula Reber (CinePostproduction) plädierte für eine „ernsthafte Testphase“, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Oliver Roth (pilot) sah angesichts der derzeitigen Umstrukturierungen der großen Werbebudgets Kinowerbung als wichtige Finanzierungsquelle in Gefahr. Derzeit sind es 90 Mio.Euro/Jahr, ohnehin nur 0,4 Prozent der deutschlandweiten Werbeausgaben. Auf Erfolge in Österreich verwies Harald Grabner (123Consulting). Stephan Lehmann von CineStar kritisierte „fehlende Visionen der Kino-Werbemittler“, Florian Weischer von WerbeWeischer hielt dem entgegen, seine Firma habe mit über 2500 Vertragsleinwänden die gesamte Prozesskette schon umgestellt und automatisiert, allerdings sei die komplette Digitalumstellung des Kino eine Millioneninvestition. „Kino mit Zukunft“ ist eine Kooperationsveranstaltung von Medienboard Berlin-Brandenburg und MBA Media Business Academy.

Woher das Geld für die Umstellung kommen und wie es wieder eingespielt werden soll, dafür gibt es „keine Universallösung“, stellte das Podium zum bevorstehenden Rollout ab 2008 fest. Patrick von Sychowski (Electrovision Consulting) empfahl dem deutschen Kino, sich „als Medium in der veränderten digitalen Kommunikationswelt neu zu definieren“. Stefan Arndt (X Filme) warnte davor, „Digitalisierung als Selbstzweck“, Klaus Sielker (Zum goldenen Hirschen) wünschte sich, das Potenzial des Kinos besser zu vermarktet und zur Steigerung der Werbeeinnahmen zu nutzen

Streit um Filmförderungsgesetz bei der Medienwoche
„Ohne Kino kein Spielfilm“, sagte Dr. Thomas Negele (HDF) am Nachmittag. Er forderte: Erweiterung der Abgabenpflicht auf neue audiovisuelle Plattformen, höhere Beiträge der TV-Sender, verbesserte Referenzfilmförderung und einen „Strukturfonds Digital“. Auch dürften Verwertungsfenster nicht zu Lasten des Kinos verändert werden. Dieter Ulrich Aselmann, Geschäftsführer d.i.e.film. GmbH forderte außerdem den Verzicht auf Überlassung aller Rechte. Auch film20-Generalsekretärin Georgia Tornow verlangte ein besseres Kräfteverhältnis Sender-Produzenten durch Rechteentbündelung, Verkürzung der TV-Erstsenderechte auf dreimalige Ausstrahlung in drei Jahren und angemessene Lizenzpreise für deutsche Filme. Dr. Kerstin Gühne (Sony Pictures Television) plädierte für mehr Flexibilität bei der konkreten Ausgestaltung der Verwertungskette für audiovisuellen Content. Kino sei zwar wichtig, aber nicht immer und in jedem Fall der Vorreiter.

In der von Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus moderierten Podiumsdiskussion um eine Stärkung der Rolle der Filmtheater bei der FFG-Reform war die Idee einer „Solidargemeinschaft“ bei der Umgestaltung der deutschen Filmförderung nicht unumstritten. Negele sprach von erheblichen und im Vergleich zu anderen Filmverwertern überproportionalen FFG-Millionenzahlungen der Filmtheater, die aber als „Markenmacher für das Produkt Spielfilm“ an der Grenze der Belastbarkeit seien. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Krüger-Leißner forderte die Kinobetreiber auf, sich mit den Verleihern über Digitalmodelle zu einigen, bevor sie neue Förderfonds verlangen. Auch müssten die Sperrfristen in der Verwertungskette den realen Marktgegebenheiten angepasst werden. Generell vermisse sie bei allen bisherigen FFG-Stellungnahmen Eigeninitiative der jeweiligen Branchenverbände.

Veranstalter: In der Verbindung von Medienforum (29. – 31. August), IFA (31. August – 5. September), M100 Sanssouci Colloquium (7. September) und einer Vielzahl von begleitenden Events versammelt die Medienwoche Entscheider und Kreative der Medienbranche. Mehr unter www.medienwoche.de.
- Veranstalter des Medienforums ist die mabb, das Medienboard in Zusammenarbeit mit den Ländern Berlin und Brandenburg.
- Die IFA wird veranstaltet von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mbH (gfu) und organisiert von der Messe Berlin GmbH (
www.ifa-berlin.de).
- Veranstalter des M100 Sanssouci Colloquium ist die Landeshauptstadt Potsdam und Potsdam Media International e.V. (
www.m100potsdam.org).

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