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Archiv 2004 - 2008: Pressemitteilungen und Standort-News

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31.08.2007 - 18:11 Uhr
Kein Ende von UKW in Sicht. Medienwoche debattiert Zukunft des Digital-Radios

Berlin/Potsdam - Das klassische Radio verliere zunehmend an Attraktivität, vor allem bei jungen Hörern, die stattdessen immer stärker iPod und MP3-Player nutzen oder Audio-Angebote im Internet streamen. Nur eine schnelle Digitalisierung der Radioverbreitung, könne den „Niedergang“ des Radios stoppen, so die These des heutigen Medienberaters und früheren RTL-Radio-Geschäftsführers Bernt von zur Mühlen beim heutigen Radiopanel der Medienwoche unter der Überschrift „Digitales Radio. Gibt es einen Aufbruch?“ im bcc Berliner Congress Center.

Peter Davies, Director of Radio & Convergent Media, Ofcom, Office of Communication, London stützte diese These. So hätte das Digitalradio in Großbritannien heute einen Marktanteil von 13 Prozent – gegenüber Null Prozent in Deutschland – und jeder fünfte Brite ab 15 Jahren verfüge über ein digitales Radio. Vor allem jüngere Leute würden wieder verstärkt Radio hören.

Den erhofften Aufbruch für das Digitalradio in Deutschland konnten in der anschließenden Debatte jedoch weder Erwin Linnenbach, Sprecher der Geschäftsführung der Radioholding Regiocast noch Gert Zimmer, CEO, RTL Radio Deutschland verkünden. Die Geschäftsführer der beiden größten Radio-Senderfamilien kritisierten die zersplitterte und unwirtschaftliche Struktur der deutschen Radiolandschaft. Erst wenn hier eine Konsolidierung erfolgt sei, würden auch in Deutschland die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Digitalisierung der Radiolandschaft existieren. Nicht Programmvielfalt durch viele kleine Anbieter, sondern durch starke Senderfamilien, sei der Weg.

Bei den jetzigen ungünstigen Rahmenbedingungen würde die Regiocast „nicht einen Cent“ in digitale terrestrische Angebote investieren, betonte Linnenbach. „Dafür  stecken wir gegenwärtig viel Geld in nationale Angebote über DVB-H oder das Internet, weil wir wissen, dass wir damit die Hörer erreichen“.

Eindeutige politische Rahmenbedingungen, die die Verbreitung nationaler Programme ermöglichen forderte auch Ursula Adelt, Geschäftsführerin, VPRT ein. Wenn 2008/2009 drei digitale Radioketten starten, von denen eine 15 nationale Hörfunkangebote bieten soll, gehe der VPRT davon aus, dass es dabei kein neues nationales ARD-Angebot gibt.

In der kontrovers geführten Debatte, warnte Dr. Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, UKW zu einem festen Termin abzuschalten, weil es eine preiswerte Frequenz sei, mit der die gesamte Bevölkerung erreicht wird. Zugleich kritisierte der MABB-Direktor die zögerliche Investitionsbereitschaft der privaten Radioveranstalter. „In Berlin stehen sofort 60 digitale Frequenzen zur Verfügung, aber keiner will sie“, so Hege. Er habe den Eindruck, dass der private Rundfunk gar keine Digitalisierung des Radios wolle, und auf ewig mit UKW zufrieden sei.

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