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Archiv 2004 - 2008: Pressemitteilungen und Standort-News

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29.08.2007 - 18:45 Uhr
Kein Geschäft wie jedes andere! - Eröffnungspodium der Medienwoche über die Zukunft der Medien zwischen gesellschaftlicher Funktion und ökonomischer Bedeutung

Bildunterschrift

Berlin/Potsdam – Am heutigen Vormittag eröffnete der Chef der Brandenburgischen Staatskanzlei, Clemens Appel gemeinsam mit den Veranstaltern Petra Müller, Medienboard Geschäftsführerin, und Dr. Hans Hege, Direktor der mabb, die Medienwoche 2007. Vom 29.08. bis 07.09.2007 treffen sich über 10.000 Vertreter der internationale Medienbranche bei Medienforum (29. – 31. August), IFA (31. August – 5. September), M100 Sanssouci Colloquium (7. September) und zahlreichen weiteren Events.

Der Auftaktkongress der Medienwoche (29. bis 31. August) unter der Überschrift „Public Value und das globale Mediengeschäft“ machte klar, dass die Digitalisierung, vor allem aber die Globalisierung und die neue Rolle internationaler Finanzinvestoren den deutschen Medienmarkt bereits heute nachhaltig verändern. Politik, Regulierung und öffentlich-rechtliche wie private Medienveranstalter stehen vor großen Herausforderungen, für die die Teilnehmer der Veranstaltung unterschiedliche Perspektiven aufzeigten:

Für die Mecom Group, London, erläuterte ihr Executive Chairman David Montgomery in seiner Keynote die Strategie der internationalen Printbeteiligungen seiner Gruppe, die er als langfristig angelegte, strategische Investitionen bezeichnete. Ziel der Mecom Group sei es, mit ihren Beteiligungen, zu denen unter anderem auch die Berliner Zeitung gehört, zu einer effektiveren Verwertung von Content auf neuen Wegen - vor allem im Internet - zu kommen, um stärker jüngere Zielgruppen zu erschließen. Dazu sollten die internationalen Aktivitäten und Ideen innerhalb der Gruppe stärker vernetzt werden.

In einer zweiten Keynote erläuterte Dagmar Reim, Intendantin des rbb, der für die digitalen ARD-Angebote federführenden Anstalt, ihre Perspektive auf die aktuellen Entwicklungen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei eine durch den Solidarbeitrag Rundfunkgebühr mit gesetzlichem Auftrag finanzierte Einrichtung, die für das Anbieten von Qualitätsinhalten stehe. Auf Grund seiner besonderen Stellung müsse der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch jüngere Zielgruppen auf neuen Wegen wie dem Internet erreichen, die Verbreitung von öffentlich-rechtlichen Inhalten der ARD dürfe nicht auf traditionelle Verbreitungswege beschränkt bleiben.

Auf dem anschließenden Podium, moderiert von Hans-Jürgen Jakobs (Süddeutsche.de) mit den beiden Keynote-Sprechern und David Liddiment, Dr. Tobias Schmid, Marc Jan Eumann, Konstantin Urban, Götz Mäuser und Terry von Bibra ging es um die Konsequenzen der aktuellen Entwicklungen für die digitale Marktordnung.

Götz Mäuser (Permira Beteiligungsberatung) wies darauf hin, dass viele Beiträge in der aktuellen Diskussion um das Medienkonzentrationsrecht von falschen Tatsachen ausgingen. So hätten die Anleger bei Permira gar kein Mitspracherecht bei den Investitionen der Gesellschaft, diese würden ausschließlich von den Partnern der Gesellschaft verantwortet. Insofern würden Forderungen nach einem Offenlegen der Anlegerstruktur von falschen Grundlagen ausgehen. Für das Wachstum der ProSiebenSat.1 Gruppe, deren Aufsichtsratvorsitz Mäuser inne hat, böten aus Sicht der Investoren insbesondere eine Internationalisierung des Geschäfts sowie das Erschließen von Erlösen jenseits der Werbung Wachstumspotenziale.

Tobias Schmid (RTL Television) forderte die Klärung von Zielen und Begriffen für die Debatte. Er machte deutlich, dass in der aktuellen Diskussion so getan werde, als sei die Digitalisierung bereits vollzogen, während wesentliche Fragen wie das Analog-Digital-Umstiegsszenario, die Frage der Grundverschlüsselung, Boxenstandards u.a.m. noch gar nicht geklärt seien. Hier verwies er auf ein entsprechendes Positionspapier der privaten Fernsehveranstalter, das der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) zur Medienwoche veröffentlicht habe.

Jan Eumann (MdL NRW, Vorsitzender der Medienkommission des SPD-Parteivorstandes) sprach sich für ein neues Medienkonzentrationsrecht in Deutschland aus, nach dem die Beteiligungen von außereuropäischen Investoren im Medienbereich auf 25 Prozent begrenzt werden solle. Auf Grund der komplexen Diskussion regte er ein Gipfeltreffen unter Moderation der Politik mit den Beteiligten öffentlich-rechtlicher und privater Medienhäuser an, um damit einen Beitrag zur Lösung der offenen Fragen zu leisten.

David Liddiment (All3 Media/BBC Trustee) sprach sich dafür aus, zur Lösung der offenen Fragen den öffentlich-rechtlichen Auftrag klar zu definieren, wie dies zum Beispiel mit der BBC-Charta umgesetzt sei. Als BBC Trustee erläuterte er die britische Konzeption von Public Value und Qualitätsinhalten. Medienunternehmen hätten immer eine gesellschaftliche Funktion unabhängig davon, ob sie von privater oder öffentlicher Hand finanziert seien. Gleichzeitig warnte er aber vor regulatorischen oder gesetzgeberischen Eingriffen in das Marktgeschehen.

Konstantin Urban (Holtzbrinck Networks) betonte, dass klassische Verlagshäuser wie Holtzbrinck mit hochkarätigen publizistischen Angeboten sich in ihrer Wachstumsstrategie den Anforderungen des neuen Marktes öffnen müssten. Terra von Bibra (Yahoo! Central Europe/Yahoo! Deutschland) sieht den Public Value eines weltweit operierenden Internetunternehmens wie Yahoo insbesondere in dem Mehrwert der Plattform für die Nutzer.

Einig waren sich die Podiums-Teilnehmer darin, dass Medien, egal ob öffentlich-rechtlich oder privat, Verantwortung für die gesellschaftliche Kommunikation tragen und immer Kultur- und Wirtschaftsgut sind. Das Medienforum diskutiert noch bis 31. August aktuelle Medienthemen wie News und Journalismus, die Zukunft des Kinos, digitales Radio, Mobiles TV in Europa und präsentiert beim Content Day innovative Inhalte für Web, Konsole und Handy.

Veranstalter:
In der Verbindung von Medienforum (29. – 31. August), IFA (31. August – 5. September), M100 Sanssouci Colloquium (7. September) und einer Vielzahl von begleitenden Events versammelt die Medienwoche Entscheider und Kreative der Medienbranche. Mehr unter www.medienwoche.de.

Veranstalter des Medienforums ist die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, das Medienboard in Zusammenarbeit mit den Ländern Berlin und Brandenburg.

Die IFA wird veranstaltet von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mbH (gfu) und organisiert von der Messe Berlin GmbH (www.ifa-berlin.de).

Veranstalter des M100 Sanssouci Colloquium ist die Landeshauptstadt Potsdam und Potsdam Media International e.V. (www.m100potsdam.org).

Partner und Sponsoren:
bcc Berliner Congress Center, Audi, Ernst & Young, Linklaters, N24, Adolf Grimme Akademie, UFA, DSF, ILB,  IBB, CNN, ARD, MERIAN scout, Bloomberg Television, epd medien, Media Business Akademie, RIA Nowosti, Kodak, Venture Lounge, Entertainment Master Class, SevenOne Media, ZDF, RBB, media.net berlinbrandenburg, SMI School of Management and Innovation, mediabiz, Berlin.de, Berliner Journalisten, Blickpunkt:Film, IP-Deutschland, Berlin Online, brand eins, Kress, B2BBB, Future Media/C21, FutureMedia, EPI, OKB, Streamcast Media, News aktuell, NEM Initiative, TV5 Monde, Steinbeis-Hochschule Berlin, maketing BÖRSE, GAME FACE, BDVW.

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