29.06.2006 - 14:16 Uhr
SPD-Fraktion will Medienstandort Babelsberg weiter stärken
Potsdam - Die SPD-Landtagsfraktion hat eine weitere Stärkung des Medienstandorts Potsdam-Babelsberg gefordert. Der Medienstandort Babelsberg gehöre zu den wichtigsten und innovativsten Branchen in Brandenburg, so der Fraktionsvorsitzende Günter Baaske am Dienstag bei einem Besuch der Medienstadt, bei dem sich die Fraktion u.a. mit den Geschäftsführerinnen des Medienboard Berlin-Brandenburg Petra Müller und Kirsten Niehuus sowie Studio Babelsberg Chef Dr. Carl Woebcken traf.
Die Hauptstadtregion sei neben München und Köln eine der drei führenden Medienregionen in Deutschland, sagte Baaske. Die Medienstadt Babelsberg sei der wichtigste Standort für internationale Filmproduktionen und Sitz der Studio Babelsberg AG sowie der größten Fernsehproduktionsfirma Deutschlands, Grundy UFA. Die Fraktion forderte, die Förderung des Medienboard Berlin Brandenburg auf hohem Niveau fortzuführen. Wie in diesem Jahr seien auch im Etatentwurf für 2007 rund 7,5 Millionen Euro als Anteil aus Brandenburg geplant. Kommerziell erfolgreiche Produktionen sollten künftig Zuschüsse zurückzahlen. Die Förderung von Großproduktionen, Eventfernsehfilmen und neuen digitalen Inhalten wie Animation und Spiele solle verstärkt werden.
Außerdem sollte die gute Zusammenarbeit mit Berlin auf diesem Sektor fortgesetzt werden, sagte Baaske. Als Beispiel nannte er das gemeinsame Medienboard. Dieses hatte mit der Förderung von Filmen wie «V for Vendetta» oder «Elementarteilchen» 2005 fast 70 Millionen Euro an Umsätzen in die Region gebracht. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr vom Medienboard 214 Projekte mit rund 21 Millionen Euro gefördert, dies entspreche einem Regionaleffekt von rund 323 Prozent.
Das Medienboard lobte die gute Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei und der Investitionslandesbank ILB. Wünschenswert wäre aber eine konstante Filmförderung, eine bessere Einbeziehung kleiner und mittlerer Unternehmen und vereinfachte Antragswege. Laut Wirtschaftsministerium sind in der Hauptstadtregion in den Bereichen Medien und Kommunikation rund 150 000 Menschen bei mehr als 12 000 Unternehmen beschäftigt. Der Gesamtumsatz liege bei 12 Milliarden Euro. Die Medienwirtschaft zählt zu den 16 Wachstumsbranchen in Brandenburg, die besonders gefördert werden.
Quelle: dpa, ddp, SPD