18.06.2007 - 17:38 Uhr
Die Wirtschaftsverwaltung stellt aktuelle Wirtschaftsdaten für das Cluster Kommunikation vor
Berlin - Wirtschaftssenator Harald Wolf hat heute aktuelle Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung des Clusters Kommunikation vorgestellt. Das Wirtschaftscluster Kommunikation ist Schwerpunktfeld der Berliner Wirtschaftspolitik und setzt sich zusammen aus den Feldern Kreativwirtschaft, Medien und IT/ Telekommunikation.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat im Auftrag der Wirtschaftsverwaltung für die „Medienstatistik“ nun eine neue Datenbasis erarbeitet. Als Grundlage für die Erhebung wurden die amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit, die Umsatzsteuerstatistik sowie eine im Dezember 2006 in Berlin durchgeführte Umfrage bei 25.000 Unternehmen aus den Kreativ- und IT-Branchen ausgewertet.
Der Untersuchung zur Folge, haben sich die Branchen der Kreativwirtschaft und der Informations- und Kommunikationswirtschaft positiv entwickelt. Die Anzahl der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen im Cluster Kommunikation hat sich von 2000 bis 2005 um 19% erhöht. Bundesweit lag der Anstieg nur bei 3%. Auch die Umsätze haben sich in diesem Zeitraum in Berlin mit einem Plus von 22% besser entwickelt als im Bundesdurchschnitt (+10%).
Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse ging allerdings zurück. Von 2000 bis 2005 sank die Zahl der Versicherten in Berlin wie bundesweit um 11%. Der Beschäftigungsanteil der Frauen ist im Cluster Kommunikation mit 47% besonders hoch.
Die Beschäftigung von Minijobbern und freien Mitarbeitern liegt auch 2007 noch im Trend. Das DIW hat auf der Grundlage seiner Umfrage im Dezember festgestellt, dass es im Jahr 2005 101.750 SV-pflichtig Beschäftigte gab, während die Zahl der Beschäftigten insgesamt (also SV-pflichtig und geringfügig Beschäftigte, freie Mitarbeiter und Selbständige) bei 188.569 lag. Das Verhältnis sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zu Erwerbstätigen ist in den verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich, besonders hoch ist es bei den Rundfunkveranstaltern und Programmherstellern mit 1:4. Auch der Anteil der Minijobs ist in Berlin vergleichsweise hoch.
Senator Wolf sieht in diesen Zahlen einen Trend, der von der Wirtschaftspolitik in Bund und Ländern stärker berücksichtigt werden müsse. Er kündigte an, gemeinsam mit seinem Kollegen in Brandenburg, Wirtschaftsminister Junghanns, und den für Arbeit und Soziales zuständigen Kolleginnen und Kollegen über Konsequenzen zu beraten.