24.11.2010 - 14:32 Uhr
Prix LUX für "Die Fremde"
Der Preissegen setzt sich fort: "Die Fremde" von Feo Aladag
Berlin/Potsdam/Straßburg - Der Prix LUX, mit dem das Europäische Parlament seit 2007 "die kreative Spitzenleistung des Europäischen Kinos" ehrt, ist heute an Feo Aladag für "Die Fremde" vergeben worden. Parlamentspräsident Jerzy Buzek überreichte den diesjährigen Preis an die Filmemacherin Feo Aladag, die sich als erste weibliche Regisseurin dem Wettbewerb gestellt hat. Die Hauptdarstellerin Sibel Kekilli nahm ebenfalls an der Preisverleihung teil.
In ihrer Dankesrede erklärte Feo Aladag: "Ich habe 'Die Fremde' gemacht, weil ich glaube, dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben, die sich nicht länger damit zufrieden geben kann, Konsens zu fördern, sondern vielmehr neue Wege finden muss, um mit den zunehmenden Divergenzen umgehen zu können. Der LUX-Preis ist eine wesentliche Brücke zwischen nationalen Identitäten und darüber hinaus. Deshalb ist für mich das Engagement des Europäischen Parlaments für Kultur und Erziehung so wichtig."
Der Gewinn beeinhaltet ein Preisgeld in Höhe von 90 000 EUR für die Untertitelung in allen EU-Amtssprachen, eine Adaptierung für seh- und hörbehinderte Menschen und für die Herstellung einer 35-mm-Kopie pro Mitgliedstaat oder die Veröffentlichung als DVD.
Bisherige Preisträger des Prix LUX sind Philippe Liorets "Welcome" (2009), "Le silence de Lorna - Lornas Schweigen" der Dardenne-Brüder (2008) und Fatih Akins "Auf der anderen Seite" (2007).
Die ganze Mitteilung des Europäischen Parlamentes finden Sie unter www.europarl.europa.eu/de/pressroom.