19.11.2010 - 10:25 Uhr
Zwei Deutsche Kurzfilmpreise 2010 gehen nach Berlin
Berlin/Potsdam/Hamburg - Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat gestern in Hamburg den Deutschen Kurzfilmpreis vergeben. Mit zwei Preisen zählt auch die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) zu den Gewinnern des Abends:
Den "Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten" erhielt der Film "Manolo" unter der Regie von Robert Bohrer. Der Film spielt im Sommerbad Neukölln und handelt "Bomber Maik", dem selbst ernannten Lokalmatador der "Neuköllner Arschbomber" und seinem gerade dem Kindertarif entwachsenen Cousin Manolo. In der Jurybegründung heißt es u.a.: "Die witzige "Coming-of-Age-im-Freibad"-Skizze karikiert ihre Protagonisten liebevoll, denunziert sie aber nie. Sie erinnert uns daran, wie viele Dramen der Jugend sich tatsächlich im Freibad abspielen .... Es ist die schiere Lust am Filmemachen, die die Jury überzeugt hat. Mehr davon!"
Mit dem "Sonderpreis für Filme mit einer Laufzeit von mehr als 30 bis 78 Minuten" wurde der Spielfilm "Jessi" (Regie: Mariejosephin Schneider) ausgezeichnet, der in Koproduktion mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg entstand. "Die Suche einer 11-jährigen, deren Mutter in Haft ist, wird von Mariejosephin Schneider unaufgeregt und doch mit allem Drama erzählt", begründet die Jury ihre Entscheidung. "Ein Tag und ein Moment, in einem atmosphärisch dichten, berührenden Film von 31 Minuten."
Für den Deutschen Kurzfilmpreis 2010 waren insgesamt zehn Filme nominiert. Die Preisverleihung fand in den „Fliegenden Bauten" in Hamburg statt und wurde von Dieter Moor moderiert.
Alle Nominierungen und Preisträger unter: www.deutscher-kurzfilmpreis.de.