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4 LUBINAs für polnisches Kino beim 27. FilmFestival Cottbus

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Beim 27. FilmFestival Cottbus, bei dem am Samstagabend Preise in einer Gesamthöhe von rund 80.000 Euro vergeben worden sind, durften vor allem polnische Filmteams jubeln. Den Hauptpreis für den Besten Film gewann "Wilde Rosen" (Dzikie Róze) von Anna Jadowska. Ihr packendes Psychogramm zeigt eine überforderte Mutter, der ihr Leben in der polnischen Provinz entgleitet - gespielt von Marta Nieradkiewicz. Sie erhielt die LUBINA als beste Hauptdarstellerin. Den Spezialpreis für die beste Regie "I‘m a Killer" (Jestem Morderca) von Maciej Pieprzyca. Auch in diesem Fall zeichnete die Jury den Hauptdarsteller aus: Mirosław Haniszewski

Den Wettbewerb Kurzspielfilm gewann "Atlantída 2003" von Regisseur Michal Blaško. Der Spezialpreis ging an "Lalay-Balalay" von Ruslan Bratov. Schüler*innen aus Polen, Tschechien und Deutschland bildeten die Jury für den U18-Wettbewerb Jugendfilm. Sie kürten das Biopic "Najlepszy" (Breaking the Limits) von Łukasz Palkowski zum Gewinner.

Der DIALOG-Preis für die Verständigung zwischen den Kulturen ging an Đức Ngô Ngọc für seine Dokumentation "Farewell Halong", die in Cottbus Weltpremiere feierte und im Fokus Việt Nam ở châu Âu l Vietnam in Europa zu sehen war.

Lobend erwähnte die Jury "Sameblod" von Amanda Kernell. Mit dem Preis für den besten Debütfilm wurde "Bari Luys" (Good Morning) von Anna Arevshatyan ausgezeichnet. FIPRESCI-Jury und die Ökumenische Jury kürten ebenfalls "Wilde Rosen" zum Gewinnerfilm. Den Publikumspreis holte "Barefoot" von Jan Svěrák

Vom 7. bis 12. November präsentierte das 27. FilmFestival Cottbus - gefördert vom Medienboard - fast 200 Filme aus 42 Ländern – darunter 8 Weltpremieren, 25 Internationale Premieren und 85 Deutschland-Premieren. Mit mehr als 21.000 Besuchern feierte das FFC einen neuen Rekord! 

„Das Festival-Programm hat erneut die künstlerische und inhaltliche Vielfalt des osteuropäischen Kinos bewiesen. Das polnische Kino gehört traditionell zu den stärksten Filmlandschaften, die diesjährigen Preisträger bestätigen das. Ich hoffe, dass das polnische Kino vielstimmig bleibt und so weiter einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Idee leistet“, sagt Festival-Direktor Bernd Buder.