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Medienboard stellt erfolgreiche Jahresbilanz 2016 vor

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"Made in Berlin-Brandenburg" ist Weltmarke für Filme, HighEnd-Drama-Serien und Games


Das Medienboard-Jahr 2016:

  • Rund 32 Mio. Euro Förder-Etat generieren mehr als 150 Mio. Euro Ausgaben in der Region 
  • 10 Jahre Förderung Innovative Audiovisuelle Inhalte 
  • Rekorde: Rund 5.000 Drehtage und 473% Regionaleffekt 
  • Umsatz der Berlin-Brandenburger Bewegtbildbranche steigt von 6,6 Mrd. Euro auf 7,5 Mrd. Euro

Bilder aus der Hauptstadtregion bewegen! Mehr denn je sind Produktionen für Kino, Fernsehen, Konsolen oder digitale Plattformen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. "Made in Berlin-Brandenburg" ist eine Marke von Weltruf, die für ausgezeichnete Kinokunst, erfolgreiches Publikumskino, spannende HighEnd-Drama-Serien, innovativen Virtual-Reality-Content und für Deutschlands dynamischsten Gamesstandort steht. Filme, Games oder Serien sind nicht nur Kunst und Unterhaltung. Die Audiovisual Creative Industries sind eine Zukunftsindustrie, in der laut Medienindex 2017 Umsatz und Anzahl der Arbeitsplätze weiter wachsen.

2016 förderte das Medienboard insgesamt 336 Projekte mit rund 32 Mio. Euro. Dadurch wurden Ausgaben in Höhe von mehr als 150 Mio. Euro in Berlin und Brandenburg ausgelöst, eine Steigerung von 15 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr! Mit 26,9 Mio. Eurounterstützte die Filmförderung 229 Film-, TV- und Serienprojekte, Verleih und Vertrieb sowie Festivalauftritte. Mit 5,3 Mio. Euro förderte das Medienboard 107 Projekte aus den Bereichen Innovative Audiovisuelle Inhalte und serielle Formate (1,8 Mio.) sowie Festivals, Preise oder Weiterbildungsinitiativen (3,5 Mio.) für Film- und Medienmacher.

Im Haushaltsplanentwurf des Berliner Senats ist laut Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei Berlin, für die Haushaltsjahre 2018/2019 eine Erhöhung der Mittel für den Filmförderfonds des Medienboards von 1,2 Mio. Euro vorgesehen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke dazu: "Das Medienboard ist mehr denn je wichtiger medienpolitischer Impulsgeber und regionaler Wirtschaftsmotor! Neben der Filmförderung stehen auch digitale Entwicklung, Games, Multiplattform-Projekte und Virtual Reality im Mittelpunkt. Längst ist das Medienboard über die Ländergrenzen hinaus zu europäischer Bedeutung gewachsen."

Wirtschaftseffekte durch Produktionsförderung und Tourismus

Mit rund 22,7 Mio. Euro förderte das Medienboard die Produktion von 104 Film- und Serienprojekten. Die schöne Folge: vollbeschäftigte Crews und Studios, ausgelastete Dienstleister, u.a. bei Handwerkern für den Kulissenbau, bei Visual-Effects-Firmen sowie auch in Hotel- und Gastronomiebetrieben. Allein im Bereich Produktionsförderung lag der Regionaleffekt bei 566% – Rekord! Das heißt: 1 Förder-Euro löste 5,66 Euro Investitionen aus. Filmregion und Serienhauptstadt sind auch attraktiv für Tourist*innen! Immer mehr Besucher*innen pilgern nach Berlin und Brandenburg, um sich (bei geführten Touren oder auf eigene Faust) Originalschauplätze anzusehen! 

Drehtage-Rekord für den Film- und Serienstandort Nr. 1

An rund 5.000 Drehtagen packten Filmteams 2016 ihr Equipment aus – Rekord! Davon entstanden allein an 2024 Tagen vom Medienboard unterstützte Produktionen. So inszenierte Wim Wenders "Submergence" u.a. in Studio Babelsberg. Der Romantik-Thriller feiert Anfang September beim 42. Internationalen Filmfestival Toronto Weltpremiere und eröffnet anschließend das Festival in San Sebastián. In Toronto wird auch Barbara Alberts Medienboard-gefördertes Kostümdrama "Mademoiselle Paradis" (Licht) uraufgeführt. Über die Goldene Palme für die Medienboard-geförderte Gesellschaftssatire "The Square" haben wir uns in Cannes 2017 gefreut – Ruben Östlunds Film entstand auch in der Hauptstadtregion. Detlev Buck kehrte im vergangenen Jahr für seinen 4. "Bibi und Tina"-Film nach Brandenburg zurück: Mit mehr als 1,6 Mio. Besucher*innen ist das Mädchen-Pferde-Abenteuer der bislang erfolgreichste deutsche Kinofilm 2017!

HighEnd-Drama-Serien "Made in Berlin-Brandenburg" 

2016 gefördert und gedreht, 2017 auf den Screens: Ihre erfolgreichen Premieren haben Marvin Krens Neuköllner Gangsta-Saga "4 Blocks" und Matthias Schweighöfers' Thriller-Serie "You are Wanted" gefeiert. Und die 2. Staffeln folgen! Mit Spannung erwartet wird das Epos "Babylon Berlin" von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries, die ein halbes Jahr in der Außenkulisse von Studio Babelsberg drehten. Ab 13. Oktober läuft die Golden-Dirty-Twenties-Crime-Serie auf Sky – im Herbst 2018 in der ARD. Noch bis Ende Oktober dreht Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky den Endzeit-Mehrteiler "Acht Tage" in Berlin. U.a. Mark Waschke, Christiane Paul, Fabian Hinrichs & Henry Hübchen versinken im Chaos, denn: Die letzten Tage der Menschheit sind angebrochen – im Rahmen der 1. Serie innerhalb der Kooperation zwischen Sky und Medienboard. Neben aufwändig produzierten HighEnd-Drama-Serien fördert das Medienboard auch spannende, innovative Serienformate für die unterschiedlichsten Webplattformen. Ganz frisch z.B. die Neuauflage des 70er-Jahre-TV-Klassikers "Pan Tau" oder die Verfilmung der DDR-Comic-Reihe "Digedags".

Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Filmförderung Medienboard Berlin-Brandenburg: "Berlin ist weltweit ein Sehnsuchtsort der Kreativen und die Hauptstadtregion selbst ein internationaler Film- und Serienstar geworden, deren Geschichten ein Publikum rund um den Globus fesseln! Überall wird hierzulande gedreht, und in der hiesigen Filmbranche herrscht Vollbeschäftigung. Filme sind nicht nur Kunst und Unterhaltung – die Audiovisual Creative Industries sind eine Zukunftsindustrie, die für beträchtliche Wirtschaftseffekte sorgt. Dazu trägt das Medienboard mit seiner Förderung entscheidend bei. Wir freuen uns schon auf die neuen Filme und Serien, die 2018 auf der großen Leinwand sowie auf Screens und Displays zu sehen sein werden!" 

Sommerzeit ist Drehzeit 

Startschuss für neue Filme und Serien: Oscar-Preisträgerin Caroline Link hat in Berlin-Mitte soeben die Hape-Kerkeling-Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft"verfilmt. Detlev Buck dreht ab September u.a. mit Frederick Lau und Kostja Ullmann eine Komödie über Vierbeiner und ihre Menschen: "Wuff". Gleich bei zwei Projekten sitzt Til Schweiger im Spätsommer auf dem Regiestuhl: Er inszeniert eine Episode des u.a. mit Mickey Rourke und Keira Knightley international besetzten Films "Berlin, I love you" und dann die Komödie "Klassentreffen" (AT). Und Markus Goller lässt in "25 KM/H" Lars Eidinger und Bjarne Mädel als ungleiches Bruderpaar auf Mofas durch Brandenburger Lande in die Hauptstadt tuckern. Ab Oktober dreht Andreas Dresen ein Porträt über den legendären ostdeutschen Liedermacher Gerhard "Gundermann" und Michael Bully Herbig in "Der Ballon" eine spektakuläre Ost-West-Fluchtgeschichte.

Die nächsten Kino-Highlights aus der Hauptstadtregion – gefördert und made in 2016 –kommen jetzt auf die Leinwand. Wir freuen uns u.a. auf Sebastián Lelios Berlinale-"Teddy"-Gewinner "Eine fantastische Frau" (7. September), Anika Deckers neue Komödie "High Society" (14. September) und Franziska Meletzkys preisgekrönte Honecker-Satire "Vorwärts immer!" (12. Oktober).

Gleichstellung in Film und Medien: Es gibt noch eine Menge zu tun! 

Maren Ade, Nicolette Krebitz, Karoline Herfurth, Ute Wieland – die vergangenen Monate gehörten Regisseurinnen. Auf Festivals, bei Award-Galas, an Kinokassen waren sie erfolgreich. Trotzdem oder gerade deshalb wird über die Regie-Quote diskutiert, denn trotz vieler bereits erzielter Erfolge: Auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen in kreativen Schlüsselpositionen gibt es noch eine Menge zu tun! Packen wir’s an! Denn Fakt ist: Es gibt erheblich weniger Anträge auf Produktionsförderung für Projekte von Regisseurinnen als für Projekte mit ihren männlichen Kollegen – das gleiche gilt übrigens auch für die Anträge auf Entwicklung und Produktion bei "Innovativen Audiovisuellen Inhalten" und seriellen Formaten. Gern würde das Medienboard mehr Filme (oder Games) von Frauen unterstützen. Und so lange die Antragslage so ungleich verteilt ist, gilt: Bei gleicher Qualität werden Projekte von Regisseurinnen bevorzugt!

MEDIA CONVENTION Berlin & Co. – Highlight-Veranstaltungen für die Hauptstadtregion

Neue Technologien, neues Storytelling, neue Geschäftsmodelle – der Transformationsprozess der Medien bedarf einer Plattform für den Diskurs. Mit der MEDIA CONVENTION veranstaltet das Medienboard einen der wegweisenden Medienkongresse in Europa, die Doppelkonferenz re:publica/MCB begeistert inzwischen 9.000 Besucher*innen. Mit Themen wie Virtual Reality, Hate Speech, Künstliche Intelligenzoder Algorithmen wird hier am Puls der Zeit diskutiert. Die #MCB18 findet vom 2.-4. Mai als 5. gemeinsame Ausgabe mit der re:publica statt. Nicht nur auf der MCB trifft sich die Branche, auch auf den vielen weiteren vom Medienboard geförderten oder veranstalteten Events: dem hoch dotierten Deutschen Film-  und Computerspielpreis, prominent besetzten Berlinale-Empfang oder der auf 13.000 Besucher*innen gewachsenen Games Week Berlin.

10 Jahre Innovative Audiovisuelle Inhalte – Erfolgsförderung für Games, Apps, Multiplattform & VR

Jubiläumsjahr für die Förderung von Innovativen Audiovisuellen Inhalten! 2006 startete das Medienboard als eines der ersten Häuser in Deutschland die Förderung digitaler Inhalte, bis 2016 wurden 201 Projekte mit 9,2 Mio. Euro gefördert. Darunter DCP-Gewinner ("Professor S."), VR-Experiences aus dem All ("16 Sunrises") oder aktuell das Multiplattform-Erlebnis zur "Babylon Berlin"-Serie ("Babylon Beyond"). Die Förderung lohnt sich: Web, Games und Mobile sind auf Erfolgskurs und die Wachstumstreiber der hiesigen Bewegtbildbranche geworden (siehe Medienindex 2017).

Games als bedeutender Wirtschaftsfaktor

Ansiedlungen von Big Playern wie Ubisoft beweisen, dass die Hauptstadtregion ein Top-Standort für die Games-Entwicklung ist. Heute eröffnet Angela Merkel die gamescom – Computerspiele sind zu einem Medium mit großem wirtschaftlichem und künstlerischem Potenzial geworden. Parallel fällt dort der Startschuss für "Games Germany", die neue Dachorganisation, die den deutschen Gamesstandort auf nationaler und internationaler Ebene noch besser präsentieren soll. Das Medienboard ist eines von 13 Mitgliedern. Nun gilt es, die bundesweite Förderung weiter auszubauen, um nicht den Anschluss an die wachstumsstarken internationalen Entwicklerstandorte wie Kanada oder England zu verlieren (vgl. PM von BIU und GAME vom 18.08.).

Innovation und Investition – Neue Initiativen für den Digitalstandort Berlin-Brandenburg

In Berlin-Brandenburg entstehen neue Trends und Technologien! So ist die Region Vorreiter im Bereich Virtual und Augmented Reality, eine junge Industrie, die auch vom Medienboard gezielt unterstützt wird! Neben innovativen VR- und AR-Inhalten fördert es Deutschlands erste Stand-alone VR-Konferenz, die VR NOW CON & Awards in Potsdam (15.-16. November). Dieses Jahr erhielt die Stadt Potsdam nach erfolgreicher Bewerbung beim BMWi im Rahmen der Digital-Hub-Initiative den Zuschlag als MediaTech-Hub. Das wird  die Wirtschaftlichkeit der Region in Sachen "Neue Medientechnologien" auch für neue Geschäftsfelder im Beyond-Entertainment-Bereich weiter vorantreiben. Durch die Bündelung von Digital Media und Digital Engineering werden neue Kundensegmente erschlossen und die Attraktivität für neue Firmen und Investoren am Standort erhöht. 800.000 Euro vom Land und der Stadt Potsdam stehen in den nächsten 3 Jahren für das Hub-Management und die Vermarktung des Standorts zur Verfügung. Das Medienboard unterstützt als enger Partner des Virtual Reality Vereins Berlin-Brandenburg und der MediaTech-Hub-Initiative die Proflierung des VR- und Digital-Standorts sowie die Vernetzung mit den anderen Digital Hubs in Berlin und Deutschland.

Helge Jürgens, Geschäftsführer Standortentwicklung Medienboard Berlin-Brandenburg: "Ich freue mich über ein erfolgreiches Jahr für das Medienboard und den Medienstandort! Mit unserer Förderung von digitalen Projekten und Veranstaltungen für die Branche sowie Initiativen wie dem MediaTech Hub Potsdam möchten wir die Capital Region und ihre Position als Innovations- und Investitionsstandort stärken. Die Audiovisual Creative Industries sind Schlüsselbranchen für die digitale Entwicklung. Eine nachhaltige Wirtschaftsförderung, auch auf Bundesebene, würde die internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern und das vorhandene Potenzial noch weiter ausschöpfen!"

Medienindex Berlin-Brandenburg – die Bewegtbildbranche auf Wachstumskurs

Alle Teilmärkte der audiovisuellen Wirtschaft befinden sich auf deutlichem Wachstumskurs! Die Branchen Film, TV, Games, Web und Mobile knüpfen damit an die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre an. Gegenüber jeweils 7% Umsatzwachstum in den Vorjahren hat sich diese Entwicklung nun sogar mehr als verdoppelt: Die Bewegtbildbranche verzeichnet nach einer Steigerung von 15% im Vergleich zum Vorjahr einen Gesamtumsatz von 7,5 Mrd. Euro! Insgesamt waren damit 2016 über 70.000 Menschen in knapp 12.000 Unternehmen in der Bewegtbildbranche beschäftigt. Der Umsatz der Branche stieg seit 2004 um 122%. Die Region beweist damit ihre enorme Anziehungskraft und ihre hervorragende Infrastruktur für die Produktion und Verwertung von Bewegtbildern.

Pressekontakt:

Laura Winkler & Ricarda Nowak

Leitung Kommunikation und Pressearbeit

Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH

August-Bebel-Str. 26-53

14482 Potsdam-Babelsberg

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