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Medienboard fördert 7 Innovative Audiovisuelle Inhalte mit knapp einer halben Million Euro

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"A Game About a Flame" (Keller und Riecke)

Pressemitteilung vom 3. Juli 2019

Das Medienboard hat in seiner zweiten Förderrunde 2019 für Innovative Audiovisuelle Inhalte 7 Projekte mit 445.000 Euro unterstützt.

Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens: "Neue Technologien wie Virtual Reality spielen bei innovativen Games und digitalen Formaten eine immer größere Rolle. Eine positive Entwicklung ist auch die Einführung von VR als eigene Sektion bei renommierten Filmfestivals. Nach den Filmfestspielen Venedig ('Venice VR') und Cannes ('Cannes XR') hat nun auch das Filmfest München das Wettbewerbsprogramm 'Virtual Worlds' gelauncht, bei dem aktuell 4 MBB-geförderte Projekte laufen – die VR-Szene wächst und das Medium etabliert sich weiter."

"A Game About a Flame"
(Keller und Riecke, 70.000 Euro) ist ein emotionaler 3D-Sidescroller, für den durch die Förderung ein Prototyp entsteht. In der Rolle eines kleinen Mädchens versuchen die Spielenden das letzte Feuer in einer von Dunkelheit umgebenen, bedrohlichen Welt, zu beschützen. Denn das Feuer steht für ihre Hoffnung, die aufrecht erhalten werden muss. Um zu überleben, sind die Spielenden auch bei Rätseln auf das Feuer angewiesen. Dabei gilt: solange sich das Mädchen im Schein des Lichts befindet, ist sie sicher.

Das GPS-based Mobile Game "scoutside" (vividchain, 100.000 Euro) verwandelt die echte Welt in ein gemeinsames Spielfeld. Als Pfadfinder*innen tauchen die Spielenden in eine malerische Parallelwelt aus einer farbenfrohen 2D-Landschaft mit Bäumen, Felsen oder Teichen ein. Beim Sammeln und Tauschen von Ressourcen können Personen in der realen Welt kennengelernt werden – getreu dem Motto der Entwickler: "We make social games social."

Die Room-Scale VR-Experience "Twin Marilyn" (INVR.SPACE, 80.000 Euro) verbindet Sequenzen aus David Lynchs Serie "Twin Peaks" und Marilyn Monroes Biografie. Bevor Lynch und Mark Frost mit "Twin Peaks" Fernsehgeschichte schrieben, arbeiteten sie an einer Filmbiographie über Marilyn Monroe. Diese kam nicht zustande, der "Twin Peaks"-Plot weist aber zahlreiche Parallelen zu Monroes Leben auf. In "Twin Marilyn" bewegen sich die User*innen durch Räume aus Monroes und Laura Palmers Leben, um Verbindungen zu finden. Die Experience ist als Installation mit mehreren Räumen angelegt.

"Berlin 1928 – Unter den Linden" (Timetravel Berlin, 80.000 Euro) ist eine Zeitreise in Berlins goldene 1920er Jahre. Die virtuelle Busfahrt durch das Brandenburger Tor, über den Pariser Platz und entlang des Prachtboulevards Unter den Linden ist der erste Teil einer KI-gesteuerten VR-Simulation der europäischen Metropole der 1920er Jahre.

Das Multiplattform-Projekt "Memories" (Lupa Film, 50.000 Euro) arbeitet die strukturellen Enteignungen jüdischer Familien während des NS-Regimes auf. Es besteht aus einem webbasierten Digitalprojekt für die Kulturplattform des ZDF, einer TV-Dokumentation für ZDF, 3SAT, DW und einer Website. Ziel ist es, die Provenienzforschung sowie Restitution in ihren wissenschaftlichen, juristischen und gesellschaftspolitischen Facetten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Zum anderen steht das Erinnern an beraubte Sammler*innen im Fokus: Gezeigt werden interaktive Interviews und Fotogalerien, animierte Objekte oder virtuelle Raumansichten.

"Monkey Swag" geht in die nächste Runde: Das Mobile- und Konsolen-Game "Monkey Swag – Trading Card Game" (Tiny Crocodile Studios, 40.000 Euro) ist ein familienfreundliches Deckbuilding-Kartenspiel, das Medienboard fördert den Prototyp. Die Spielenden stellen ein Deck aus einer breiten Auswahl von Karten zusammen, um sich in wilden Meeresschlachten zu duellieren. Wer zuerst das Schiff seines Gegners zerstört, gewinnt. Schaden wird dabei durch das Abfeuern von Kanonen verursacht, durch inspirierende Ansprachen kann aber auch die Crew motiviert oder der Gegner geentert werden.

Die spanische Choreografin Blanca Li (u.a. für Coldplay, Beyoncé, Blur, Paul McCartney, Daft Punk) adaptiert für die internationale Koproduktion "The Merry Widow" (Actrio Studio, 25.000 Euro) Teile der gleichnamigen Operette als VR-Experience. Das Universum um Graf Danilo und Hanna, eine schöne und reiche Witwe aus dem fiktiven Land Pontevedro, ist mit echten und virtuellen Charakteren bevölkert. Die User*innen werden als Gast von einer großen Tanzszene in die nächste getragen und von Anderen im virtuellen Raum gesehen und gefühlt. "The Merry Widow" wird als Live-Aufführung touren sowie in VR-Arcades und VR-Stores ausgewertet werden. Gefördert wird der Prototyp.

Alle Förderentscheidungen finden Sie hier

Pressekontakt:
Laura Winkler
Kommunikation und Pressearbeit New-Media-Förderung
Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH
August-Bebel-Str. 26-53
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Tel.: +49 (0) 331-743 87-62
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