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Medienboard stellt Jahresbilanz 2014 vor. Film- und Medienwirtschaft der Hauptstadtregion stärker denn je

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Berlin/Potsdam – Im Jahr 2014 stand die Film- und Medienwirtschaft der Hauptstadtregion stärker da als je zuvor, und sie blickt äußerst optimistisch in die Zukunft. Die Hauptstadtregion ist Film- und Gamesstandort Nr. 1. Hier entstehen deutsche wie internationale Blockbuster ebenso wie High-End Drama Serien. Games, Apps und Mobile treiben das Wachstum der Medienwirtschaft. In diesen Branchen entwickeln sich Umsätze, Unternehmenszahlen und Beschäftigung weit überdurchschnittlich. Das Medienboard förderte 2014 insgesamt 344 Projekte mit fast 31 Mio. Euro. Ein Vielfaches davon floss nach Berlin-Brandenburg zurück, denn für jeden Förder-Euro wurden durchschnittlich 4,32 Euro in der Region ausgegeben.

"Ein Riesenwirtschaftsfaktor hinter dem viel Kraft steckt", wie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller jüngst konstatierte. Und "beste Standortwerbung nicht nur für die Region Berlin-Brandenburg", so Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, denn "Film und Fernsehen schaffen Arbeitsplätze und präsentieren unser Land in der Welt". Beide Länder haben gerade Mittelerhöhungen für die Arbeit des Medienboard zugesagt.

Film- und Serienstandort Nr. 1

Berlin-Brandenburg ist Deutschlands wichtigster und angesagtester Drehort. Hier entstehen heimische Blockbuster wie "Honig im Kopf", bahnbrechende Kinoexperimente wie "Victoria", Star-besetzte Oscar-Preisträger wie "Grand Budapest Hotel" und international koproduzierte Palmengewinner wie "Winterschlaf" ebenso wie quotenstarke TV-Events wie "Nackt unter Wölfen" und internationale Erfolgsserien wie "Homeland". Dass nirgendwo sonst so viel gedreht wird, zeigt die 2014 veröffentlichte Film- und TV-Studie von Ernst & Young – und auch die Produzenten neuer deutscher Serien bevorzugen Berlin als Schauplatz. Die Marke "Made in Berlin-Brandenburg" steht dabei sowohl für künstlerische als auch für kommerzielle Erfolge: Weitere 4 Oscars, 1 Golden Globe, 2 Koproduktionen in Cannes und 13 Lolas schmücken seit Beginn des Jahres das Schaufenster der Hauptstadtregion. Und die bislang insgesamt rund 12 Mio. Zuschauer Medienboard-geförderter Filme verhelfen der FFA-Halbjahresbilanz zu Rekordwerten für den deutschen Film.
 
High-End Drama Series in Berlin-Brandenburg

Als eine der ersten deutschen Fördereinrichtungen unterstützt das Medienboard seit diesem Jahr die Entwicklung und Produktion serieller TV-Formate. Mit dieser Förderung ist es u.a. gelungen, die weltweit renommierte US-Serie "Homeland" in die Hauptstadtregion zu holen, für die seit Anfang Juni jeden Tag mehrere Filmteams an verschiedenen Locations in Berlin und Brandenburg im Einsatz sind. Demnächst legt Tom Tykwer mit seinem ersten Fernsehprojekt "Babylon Berlin" nach den Bestsellerkrimis von Volker Kutscher los. Und die bevorstehende herbstliche Serien-Offensive der Öffentlich-Rechtlichen zeigt u.a. in "Blochin", "Weissensee" und "The Team" den Serienstandort Berlin-Brandenburg in seiner Vielfältigkeit.
 
Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei und Aufsichtsratsvorsitzender des Medienboard: "Berlin-Brandenburg ist in den Bereichen Filmproduktion, Games und Web führend und hat eine Kinolandschaft, um die uns andere Regionen beneiden. Die Mittel für das Medienboard sind gut angelegte Investitionen in die Zukunft. Daher werden wir diese Mittel verstärken und zielgerichtet für die Förderung des Film- und Digitalstandorts verwenden.“

Geschlechtergerechtigkeit

Wir arbeiten dran. Unter den Anträgen auf Produktionsförderung/Langfilm gingen beim Medienboard über die letzten Jahre hinweg kontinuierlich rund ein Drittel Projekte mit weiblicher Regie ein. Unter den Langfilm-Projekten, die Medienboard-Förderung erhielten, sind ebenfalls rund 30 Prozent Filme von Regisseurinnen – Tendenz leicht steigend. Das Anliegen der Verbesserung des Frauenanteils unterstützen wir aus voller Überzeugung und setzen uns weiterhin in der Presse, in Sender-Gremien und in der Zusammenarbeit mit den anderen deutschen Förderungen für eine Sensibilisierung und Verbesserung der Quote ein. Zu den zuletzt geförderten "Frauen-Projekten" gehören beispielsweise Franziska Buchs "Conni & Co" (750.000 Euro), Julia von Heinz‘ "Ich bin dann mal weg" (700.000 Euro), Maren Ades "Toni Erdmann" (300.000 Euro) und Anika Deckers Zuschauermillionärin "Traumfrauen" (500.000 Euro).
 
Keine Atempause, Halbzeitwert 2015 rekordverdächtig

Erste Zwischenbilanz 2015: Was mit 9 Nominierungen und 4 gewonnenen Oscars sowie einem Golden Globe für Wes Andersons Studio-Babelsberg-Koproduktion "Grand Budapest Hotel" rekordverdächtig losging, setzte sich in einem wahrlich "victorianischen" Triumphzug fort: Sebastian Schippers One-Take-Wonder "Victoria" wurde mit einem Silbernen Berlinale-Bären ausgezeichnet und beim Deutschen Filmpreis mit 6 Lolas geehrt. Insgesamt holten 6 Medienboard-geförderte Filme 13 Deutsche Filmpreise. Mit "An" und "Lamb" waren 2 geförderte internationale Koproduktionen nach Cannes eingeladen. Zu dem von der FFA konstatierten Kinokassen-Rekordhalbjahr für den deutschen Film (insg. 17,7 Mio. verkaufte Tickets) trugen neben Til Schweigers "Honig im Kopf" (mit mehr als 7 Mio. Zuschauern) 4 weitere Medienboard-geförderte Besuchermillionäre maßgeblich bei: "Der Nanny" von Matthias Schweighöfer, "Traumfrauen" von Anika Decker, "Bibi und Tina 2" von Detlev Buck und "Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson. Sie alle knackten in diesem Jahr die magische Zuschauer-Million.
 
Heißer Dreharbeiten-Sommer

Sommer in Berlin-Brandenburg und Dreharbeiten auf Hochtouren. Ausgebuchte Studios und die Straßen in Berlin und Brandenburg sind nicht nur für Claire Danes und "Homeland" gesperrt. Zu den Produktionen, die hier zurzeit entstehen, gehören "A Cure for Wellness" von Gore Verbinski, "The Lake" mit Oscar-Preisträger J.K. Simmons, der Kino-Tatort "Tschiller a.D." von Christian Alvart, "Conni & Co" mit Emma Schweiger, "Captain America" mit Scarlett Johansson und Chris Evans (nicht MBB-gefördert), "Bibi und Tina 3" von Detlev Buck, "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" von Neele Leana Vollmar, "Das kalte Herz" mit Frederick Lau und Moritz Bleibtreu, "Brimstone" mit Dakota Fanning und Kit Harington, der "Cro"-Film mit Cro und Til Schweiger und "Alone in Berlin" mit Emma Thompson und Daniel Brühl.
 
Vorhang auf, Film ab! Premieren-Herbst läuft

Nach einem Sommer voller Dreharbeiten stehen die nächsten Kino-Highlights schon in den Startlöchern: Mit "Fack Ju Göhte 2" von Bora Dagtekin wird sicherlich wieder ein Millionenpublikum auf Klassenfahrt gehen, Daniel Brühl wird uns in "Ich & Kaminski" von Wolfgang Becker begeistern, mit Spannung wird auch David Wnendts Hitler-Satire "Er ist wieder da" erwartet. Steven Spielbergs "Bridge of Spies" feiert Weltpremiere auf dem New York Festival, bevor er am 26. November in die deutschen Kinos kommt, und zu Weihnachten wartet Julia von Heinz mit der Bestsellerverfilmung "Ich bin dann mal weg" auf. Der Dokumentarfilm "Francofonia" ist in den Wettbewerb von Venedig eingeladen und Florian Gallenbergers "Colonia" mit Emma Watson und Daniel Brühl erlebt seine Uraufführung in Toronto, wo 5 weitere Medienboard-geförderte Filme zu sehen sind.
 
Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Filmförderung: "Für die Filmförderung war 2014 sowohl in künstlerischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein hervorragendes Jahr. Oscars, Lolas, Arbeitsplätze und 15 Mio. Kinobesucher stehen für eine erfolgreiche Investitionsbilanz von Steuermitteln. Dazu kommt der Werbeeffekt für die Hauptstadtregion, die nicht zuletzt auch wegen der vielen Filmstars international als Capital of Cool gilt. Sicher auch ein Grund, weshalb 'Homeland' eine ganze Staffel hier erzählt und andere XXL-Serienformate vor der Tür stehen."
 
Elmar Giglinger, Geschäftsführer Standortentwicklung und -marketing: "Vom aufstrebenden Kreativstandort zum digitalen Zentrum Europas in gerade mal fünf Jahren: Die Entwicklung der digitalen Medienwirtschaft der Hauptstadtregion ist herausragend und war so nicht zu erwarten. Darüber hinaus bin ich sicher, dass der Aufschwung noch weiter an Fahrt gewinnen wird."

Medienunternehmen optimistischer denn je – Hauptstadtregion Top-Standort für Start-ups

Mehr als 12.500 Unternehmen waren 2014 in der Medienwirtschaft der Hauptstadtregion tätig. Ihr Optimismus war noch nie größer als heute. 70% der Unternehmen sind mit dem Geschäftsverlauf 2014 zufrieden bis sehr zufrieden. Das ist der höchste Wert seit Erhebung des medien.barometer. Besonders groß ist die Zufriedenheit in den Wachstumsbranchen Web/Mobile (82%) und Games (81%). Aktuelle Studien sehen Berlin zudem als Top-Standort für Start-ups: Die Hauptstadtregion zieht mehr Venture Capital an als London und ist europaweit Spitze (EY Start-up-Barometer 2015). Das Medienboard fördert Start-ups mit zahlreichen Initiativen, so z.B. mit dem neuen Austauschprogramm "Media Residency Berlin Capital Region – New York, New York – Berlin Capital Region", das die internationale Vernetzung junger Medienunternehmer vorantreibt.  
 
MEDIA CONVENTION etabliert sich vom Start weg als innovatives Kongressformat

Nach einem guten Start 2014 etablierte sich die MEDIA CONVENTION Berlin 2015 endgültig als internationaler Medienkongress mit einem in Deutschland einzigartigen Format. Zu dem vom Medienboard in Partnerschaft mit  re:publica und MABB veranstalteten Kongress kamen 2014 rund 6.000 Besucher aus 50 Ländern, 2015 sogar 7.000. Top Speaker 2014 waren u.a. Richard Porter (BBC), Rowan Barnett (Twitter), Internetaktivist Jacob Appelbaum und Moderator Klaas Heufer-Umlauf. Die MEDIA CONVENTION Berlin 2015 versammelte auf drei Bühnen so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Netflix-Gründer Reed Hastings, ARD-Intendant Lutz Marmor, die Polit- und Medienaktivisten von Pussy Riot, YouTube-Star LeFloid, Springer-Manager Christoph Keese, Blogger Stefan Niggemeier, Staatssekretärin Brigitte Zypries, Investigativjournalist Günter Wallraff oder Schauspielerin Meret Becker.

Hauptstadtregion als Top-Standort für Kongresse und Events mit internationaler Strahlkraft

Berlin rangiert als Kongressstandort unter den Top 5 weltweit, noch vor London oder Singapur. Alleine durch vom Medienboard veranstaltete, initiierte und geförderte Events kommen jedes Jahr Zehntausende internationale Besucher in die Stadt. Die Berlin Web Week zählte 2014 insgesamt 18.000 Besucher, 2015 waren es 22.000. Die INTERNATIONAL GAMES WEEK BERLIN steigerte sich von 10.000 Besuchern im Jahr 2014 auf 12.000 in 2015.
 
Hendrik Fischer, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie Brandenburg und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Medienboard: "Die Hauptstadtregion schreibt weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Neben der Förderung schiebt das Medienboard mit Vernetzung, Beratung und internationaler Zusammenarbeit den Boom der Film- und Medienwirtschaft weiter an.“

Web und TV wachsen zusammen – Medienboard fördert serielle Formate plattformunabhängig

Während Webvideos immer professioneller und aufwändiger produziert werden, nutzen TV-Sender immer stärker das Internet als Plattform. Das Medienboard trägt diesem Trend zur Konvergenz Rechnung und bietet seit Anfang 2015 das erste Medienförderprogramm Deutschlands, das Entwicklung und Produktion serieller Formate plattformunabhängig fördert. 2015 wurden zwei innovative Projekte fürs Web gefördert: die Horrorfilm-Parodie "Blutsbrüder – Mein Freund der Zombie“ und die Sketch-Comedy-Serie "Neuland". Außerdem unterstützte das Medienboard den YouTube-Creatoren-Nachwuchs im Rahmen des Wettbewerbs "YourTurn“. Die Gewinner veröffentlichten jetzt die erste Folge ihrer Webisode „Das Apartment“.
 
Innovativ + Interaktiv = fit für die Zukunft. Förderung für Games, Apps, Virtual Reality und Transmedia

Das Medienboard-Förderprogramm für "Innovative Audiovisuelle Inhalte“ verzeichnete auch 2014 eine hohe Antragszahl. 27 Projekte erhielten schließlich insgesamt rund 1 Mio Euro. Darunter auch der neueste Trend – Virtual Reality: Die App "CyBerlin" lässt den Spieler in eine 360-Grad-Kunstwelt in ein Berlin der Zukunft eintauchen. Vor dem Hintergrund rassistischer Ausschreitungen ist das 2014 geförderte Projekt "Schwarz Rot Gold" sehr aktuell. Das Medienboard unterstützt zudem die Entwicklung innovativer Spiele mit Marktpotenzial wie "The Curious Expedition“. Das vielbeachtete Browsergame war 2015 in der Kategorie "Bestes Jugendspiel“ für den Deutschen Computerspielpreis nominiert.
 
Hauptstadtregion Drehort Nr. 1 – Berlin Brandenburg Film Commission unterstützt die Crews beim Dreh

Drehgenehmigungen, Locationsuche, Personalrekrutierung – die bbfc berät und unterstützt Drehteams bei ihrer Arbeit und trägt so dazu bei, dass Berlin-Brandenburg der beliebteste Drehort Deutschlands ist. 8.300 Kontakte und 1.500 Motive in der Datenbank zeigen, wie gut die bbfc vernetzt ist. Die Berlin Brandenburg Film Commission bearbeitete im vergangenen Jahr über 2.000 Anfragen und unterstützte Formate wie die ZDF-Serie "Dengler“, die Netflix-Serie "Sense8“ von Tom Tykwer aber auch internationale Filmprojekte wie "Hitman: Agent 47“ und "Race“ (ein Film über Jesse Owens) – aktuell u.a. das Team von "Homeland“.
 
Das Jahr 2014 – Unternehmensdaten Medienboard im Überblick

    - Gesamtetat 34 Mio. Euro
    -  Davon 30,6 Mio. Euro Förderetat: 22,6 Mio. Euro Ländermittel, 8 Mio. von Senderpartnern
    - 25,9 Mio. Euro für Filmförderung und 4,7 Mio. Euro für Standortmarketing
    - 1 Mio. Euro für eigene Maßnahmen/Standortmarketing, 2,4 Mio. Euro für den Geschäftsbetrieb
    - Rund die Hälfte aller Kinobesucher deutscher Filme hat Medienboard-geförderte Produktionen gesehen
   - 5 geförderte Filme in den deutschen Kino-Top-10
  -  Rekordantragszahlen bei der Filmförderung
 -   Weiter hohes Niveau bei Anträgen in der Förderkategorie "Innovative Audiovisuelle Inhalte"
   - Neues Format MEDIA CONVENTION Berlin ist auf Anhieb erfolgreich und erreicht 6.000 Besucher
   - Neues Austauschprogramm für Nachwuchs-Kreative zwischen New York und der Hauptstadtregion
   - Serielle Formate werden plattformunabhängig gefördert