Aktuelles

MEDIA CONVENTION Berlin beleuchtet die Medienlandschaft im Aufbruch

  • Startups
  • Mobile
  • Professionalisierung
  • Event
  • Pressemeldung
  • Themen der #MCB16: Neue Marktteilnehmer und Auswertungsmodelle, moderne Regulierung und Innovationsstrategien
  • „Digital-Philosoph der Stunde“ Luciano Floridi spricht über das Leben in der Infosphäre, live zugeschaltet: Edward Snowden

Berlin/Potsdam – Am 2. und 3. Mai 2016 tauschen sich auf der MEDIA CONVENTION Berlin (#MCB16) wieder rund 150 nationale und internationale Experten aus Medien, Wissenschaft und Politik mit Entscheidungsträgern der digitalen Wirtschaft über aktuelle Fragen der Medien- und Netzpolitik, Markttrends und Entwicklungen der Mediengesellschaft aus. Digitale Visionen, informationelle Grundrechte, Herausforderungen der Regulierung und handfeste Verteilungsfragen stehen zur Diskussion.

Die rasante Entwicklung im Bereich der Marktteilnehmer und Auswertungsmodelle durch die fortschreitende Digitalisierung ist eines der aktuell beherrschenden Themen der Medienbranche. Neue Modelle globaler, beziehungsweise europaweiter Lizenzen beginnen, auf territorialen Grenzen basierende Ansätze bei der Auswertung von Filmen und Serien abzulösen. Moderne Richtlinien der Regulierung werden gefordert und gesucht. Längst hat die Digitalisierung auch sämtliche Lebensbereiche erfasst: Soziale Beziehungen, Wissenschaft, innere Sicherheit, Medien und Kultur. Neue Fragen kommen auf: Wie vereinbaren wir den Wunsch, unsere digitalen Möglichkeiten zu nutzen, mit der Sorge um die Auflösung der Privatsphäre, den Missbrauch von Big Data oder die Machtfülle global agierender Digitalkonzerne? Müssen wir umdenken, uns agiler aufstellen – in Politik und Regulierung, in Unternehmen und als Konsumenten? Einfache Antworten gibt es nicht mehr. Unterschiedliche Modelle und Herangehensweisen führen nicht selten in ein und demselben Gebiet oder Markt zum Erfolg.

Auf der #MCB16 stellen wichtige Akteure ihre Denkansätze und Lösungswege vor und diskutieren Fragen, welche die Branche umtreiben: Welche Wachstums- und Innovationsstrategien verfolgen öffentlich-rechtliche und private Sender angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch die Online Only-Anbieter wie Netflix und Amazon? Welche Herausforderungen und Chancen bergen die Vorstöße digitaler Binnenmärkte und globaler Lizenzen für Content-Produzenten? Wie sollten gesetzliche Grundlagen aufgebaut sein, wenn sie die Digitalisierung nicht ignorieren, sondern für alle Anbieter und Konsumenten gleichermaßen erfolgreich nutzbar machen wollen? Wie kann Vielfalt weiterhin gewährleistet werden? Die MCB16 lotet aus, wohin die Reise gehen könnte.
 
Luciano Floridi und Edward Snowden über das Leben in der Infosphäre

Mit Luciano Floridi spricht ein ausgewiesener Experte zu dieser Thematik zum Auftakt der #MCB16. Floridi, laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung der „Digital-Philosoph der Stunde“, ist Professor für Philosophie und Informationsethik in Oxford und Forschungsdirektor des dort ansässigen Internet Institute. Er gehörte dem Expertenbeirat an, der für Google ergründen sollte, welche Konsequenzen aus dem 2014 ergangenen EuGH-Urteil zum „Recht auf Vergessenwerden“ gezogen werden müssen. Vergangene Woche wurde er von der EU in eine hochrangig besetzte Ethik-Kommission zum Thema Datensicherheit berufen. In seinem kürzlich erschienenen, viel beachteten Buch zeigt Floridi auf, dass wir uns inmitten einer vierten Revolution befinden, die unser ganzes Leben verändert. Der Mensch kreiere, so Floridi, eine neue Umwelt, die Infosphäre, in der die Trennung zwischen online und offline immer mehr verschwindet.

Auf der #MCB16 gehen Luciano Floridi und weitere Experten den Fragen nach, die sich an der Schwelle der Infosphäre, an den Schnittstellen von Medien- und Netzpolitik, aus der Nutzung von Medien über das Internet ergeben: Wie verändert das digitale Zeitalter unsere Lebenswelt und unser Selbstbild? Welche Fähigkeiten brauchen wir, um mit Maschinen umzugehen, die im Zweifel schlauer sind als wir? Welche rechtlichen, demokratischen und ethischen Infrastrukturen benötigen wir, damit aus technischem Fortschritt in einem entgrenzten Raum auch sozialer und kultureller Fortschritt für möglichst viele Menschen wird? Live zugeschaltet zum Gespräch wird Edward Snowden.

Pressekontakt:
Achim Klapp / Wilhelm Nöldeke
Tel.: +49 (0) 30 257 970 16 / +49 (0) 30 230 031 77
mcb@achimklapp.de

www.mediaconventionberlin.com
www.facebook.com/MediaConventionBerlin
www.twitter.com/MCBerlin16 #mcb16

Über die MEDIA CONVENTION Berlin (MCB)
Die MCB hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Medienkongresse in Europa entwickelt. Hier tauschen sich nationale und internationale Experten aus Medien, Wissenschaft und Politik mit Entscheidungsträgern der digitalen Wirtschaft über aktuelle Fragen der Medien- und Netzpolitik, Markttrends und Entwicklungen der Mediengesellschaft aus – interdisziplinär, offen und diskursiv. Inspirierende Talks, Diskussionen und Workshops gepaart mit einem einzigartigen Teilnehmer-Mix zeichnen die Konferenz aus: Start-upper trifft auf Global Player, Fernsehkritikerin auf Game Geek, Netz-Aktivist auf Intendantin, Blogger auf Redakteurin, Medienpolitikerin auf Entwickler.

Bereits im dritten Jahr in Folge findet die MCB – veranstaltet vom Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb)  – gemeinsam mit der re:publica, einer der größten Konferenzen der digitalen Gesellschaft, statt. Zu den beiden Events in der STATION-Berlin werden auch in diesem Jahr wieder rund 7.000 Besucher aus mehr als 60 Ländern erwartet. Ein gemeinsames Ticket ermöglicht den Besuch beider Veranstaltungen – #MCB16 und #rpTEN.
Preise: Standard – 195 €, Reduced: 99 €, Business: 640 €.

Zu den MCB-Sprechern der vergangenen Jahre zählen internationale und nationale Player wie Netflix-Gründer Reed Hastings und der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor, politische Entscheidungsträger wie Staatssekretärin Brigitte Zypries und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, innovative Medienmacher wie der YouTube-Star LeFloid und TV-Entertainer Klaas Heufer-Umlauf, politische Aktivisten wie Pussy Riot und The Yes Men sowie Medienmacher wie Stefan Niggemeier und Juliane Leopold.

Weitere Infos: www.mediaconventionberlin.com