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Medienboard mit 9 geförderten Produktionen an der Isar

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Von der Spree an die Isar! Beim 37. Filmfest München werden in diesem Jahr 9 Medienboard-geförderte Produktionen präsentiert. 

5 davon gibt es  in der Reihe Neues Deutsches Kino zu entdecken! "Diese Filme sind eine Einladung, jede Perfektion über Bord zu werfen, jedes stabile Selbstimage –  und sich einfach mal wieder überraschen zu lassen. Am besten von sich selbst", so Christoph Gröner, Kurator der Reihe Neues Deutsches Kino.

Als Solo-Pianist steht Viktor (Tom Schilling) vor seinem größten Auftritt. Die ganze Familie ist eingeladen – mit Ausnahme seiner Mutter (Corinna Harfouch). Doch „Lara“, die Titelheldin des gleichnamigen neuen Films von Jan-Ole Gester, lässt sich nicht so leicht beeindrucken: Sie besorgt sich ein Ticket und hat ihre eigenen Pläne für den Abend. Mutter-Kind-Beziehungen sind im Neuen Deutschen Kino ein bestimmendes Thema mit vielen Facetten, so ist auch Ava in "Golden Twenties" von Sophie Kluge nicht gerade begeistert ist, nach dem Studium wieder bei ihrer Mutter einzuziehen.

Die Familie hat ihre eigenen Gesetze, vor allem die Beziehung zwischen Geschwistern. Das zeigt "Bruder Schwester Herz" von Tom Sommerlatte. Franz und Lilly betreiben darin gemeinsam die von ihrem Vater geerbte Rinderzucht, haben jedoch gänzlich unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft. Ein ungleiches Paar sind auch die Protagonistinnen von Elisa Mishtos "Stillstehen": Julie ist schlagfertig und eigensinnig, Agnes ist hingegen stets bemüht, alles richtig zu machen. Trotz ihrer enormen Unterschiede verbindet die beiden eine außergewöhnliche Freundschaft.

Die leidenschaftliche Beziehung von Astrid und Julius in "Was gewesen wäre" von Florian Koerner von Gustorf ist allerdings schon eine ganze Weile her. Als sich die beiden nach Jahrzehnte wiedertreffen, lebt die Vergangenheit plötzlich auf.

Neben den Weltpremieren der Filme des Neuen deutschen Kinos zeigt das Filmfest auch weitere Medienboard-geförderte Produktionen. 

So geht es in der Reihe Neue deutsche Serie in Lars Kraumes  "Die neue Zeit" um die Entstehung und die Entwicklung des Bauhaus unter seinem legendären Gründer Walter Gropius. Erzählt wird dabei auch die Geschichte der jungen Studentin Dörte Helm, die zusammen mit Gropius am Bauhaus arbeitet.

Im Spotlight sorgt Thomas Sieben mit seinem Film "Kidnapping Stella" für eine weitere Weltpremiere. Im Zentrum des Films steht die Entführung der Tochter eines wohlhabenden Industriellen. Der Entführer Vic und sein Komplize Tom verfolgen einem akribisch vorbereiteten Plan - ohne zu ahnen, dass Stella alles andere als ein perfektes Opfer ist. Zum Cast des Films gehören Max von der Groeben, Jella Haase und Clemens Schick.

Albert Serras Film "Liberté", der erst kürzlich in Cannes Premiere feierte, wird im Wettbewerb CineMasters gezeigt. Der auf einem gleichnamigen Theaterstück basierende Film spielt im 18. Jahrhundert und rückt eine Gruppe Adliger in den Mittelpunkt, die sich - einer verlogenen Gesellschaft zum Trotz - in einem Wald irgendwo zwischen Potsdam und Berlin zum lustvollen Experimentieren und schmerzvollen Aufbegehren treffen. 

Im Wettbewerb CineCoPro ist zudem Karim Aïnouz Romanverfilmung "A Vida invisível de Eurídice Gusmão"  vorprogrammiert - der Film gewann beim Filmfestival in Cannes erst kürzlich den Hauptpreis in der Sektion Un Certain Regard!

Das 37. Filmfest München findet vom 27. Juni bis 6. Juli statt.