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Medienboard präsentiert erfolgreiche Jahresbilanz 2015

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V.l.n.r.: Hendrik Fischer (StS Wirtschaftsministerium Brandenburg, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Medienboard), Kirsten Niehuus (Geschäftsführerin Filmförderung Medienboard), Björn Böhning (Chef der Berliner Senatskanzlei, Aufsichtsratsvorsitzender des Medienboard), Helge Jürgens (Geschäftsführer Standortentwicklung Medienboard)

Förderung zahlt sich künstlerisch und wirtschaftlich aus:
Boomende Film- und Medienwirtschaft der Hauptstadtregion


Das Medienboard-Jahr 2015

  • 30,4 Mio. Euro Förderetat
  • 25,5 Mio. Euro für Filmförderung und 4,9 Mio. Euro für Standortentwicklung
  • 135 Mio. Euro Ausgaben in der Region durch Förderung generiert
  • 2/3 aller Kinobesucher deutscher Filme sehen Medienboard-geförderte Filme
  • 6 geförderte Filme in den deutschen Kino-TOP-10
  • 4 Oscars, 13 LOLAs und zahlreiche weitere Preise und Festivalteilnahmen
  • Weiter hohe Antragszahlen bei Filmförderung und "Innovativen Audiovisuellen Inhalte"
  • MEDIA CONVENTION Berlin in Kooperation mit re:publica hat sich etabliert und erreicht 7.000 Besucher
  • Plattformunabhängige Förderung für serielle Formate aus den Bereichen HighEnd Drama Series, Factual, Entertainment und Webserie

Berlin/Potsdam – Filmstandort Nr. 1 in Deutschland, Start-up-Hochburg, Zentrum der digitalen Medienwirtschaft und jetzt auch deutsche Serienhauptstadt: Berlin-Brandenburg gehört zu den Top-Adressen unter den Medienregionen Europas, in der sich – von Hollywoodstar bis Videokünstlerin, von Gamesentwicklerin bis VR-Profi – kreatives Potenzial und Know-how gegenseitig beflügeln. Sie alle tragen den Berlin-Spirit in die Welt. Neben Arbeitsplätzen bedeutet das Imagewerbung für die lebenswerte, kreative Hauptstadtregion.

Mit insgesamt 309 Projekten und über 30,4 Mio. Euro Förderung hat das Medienboard einen entscheidenden Anteil zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Neben großen künstlerischen Erfolgen ist das Fördergeld auch wirtschaftlich eine lohnenswerte Investition. Im Schnitt wurde das 4,5-fache jedes Förder-Euro in der Region ausgegeben und löste damit direkte Ausgaben in Höhe von 135 Mio. Euro in Berlin-Brandenburg aus. Dass die audiovisuelle Industrie eine ernstzunehmende Wachstumsbranche ist, bestätigt auch der aktuelle Medienindex Berlin-Brandenburg.

Unterstützt vom Medienboard entstanden 2015 internationale Erfolgsserien wie "Homeland", gingen 4 Oscars nach Berlin-Brandenburg, feierten bahnbrechende Kinoexperimente wie "Victoria" Bären- und LOLA-Erfolge, begeisterten Blockbuster wie "Fack ju Göhte 2" und "Honig im Kopf" ein 7-faches Millionenpublikum, wurden Deutsche Computerspielpreis-Gewinner wie "Professor S." entwickelt, versammelten Leuchtturm-Events wie Deutscher Film-preis, International Games Week und der wichtigste Kongress des Medienjahres, die MEDIA CONVENTION Berlin, deutsche und internationale Film- und Medienmacher in der Capital Region.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke dazu: "Das Medienboard ist ein kraftvoller Motor des Erfolgs. Kreativität, Kompetenz und Engagement sind unersetzlich in einem Wirtschaftszweig, an den viele Erwartungen gestellt werden. Genau für die Pflege dieser Stärken steht das Medienboard."

Film- und Serienhauptstadt Berlin-Brandenburg
Angesagtester Drehort mit den meisten Förderanträgen und Drehtagen bundesweit, höchster Regionaleffekt und auch im laufenden Jahr wieder zahlreiche internationale Auszeichnungen: Oscar für Steven Spielbergs auf der Glienicker Brücke gedrehten Agententhriller "Bridge of Spies", "Toni Erdmann" als erster deutscher Film seit 8 Jahren im Wettbewerb von Cannes und nächster deutscher Oscar-Kandidat 'Made in Berlin-Brandenburg', jetzt "Die schönen Tage von Aranjuez" und "Brimstone" im Wettbewerb von Venedig – Medienboard-geförderte Filme lassen die Hauptstadtregion weltweit auf allen relevanten Festivals und Preisverleihungen erstrahlen! Und sie lassen die Kinokassen klingeln. Detlev Bucks "Bibi & Tina 3" knackte in diesem Jahr schon die Besuchermillion, während "Toni Erdmann" und Maria Schraders "Vor der Morgenröte" seit Wochen das Arthouse-Segment rocken.

Deutschlands meistgefilmte Location
Beim Drehen in Berlin-Brandenburg treffen internationale Stars wie Terrence Malick ("Radegund") und Alicia Vikander ("Submergence" von Wim Wenders) auf deutsche Drama-Series-Pioniere, in Studio Babelsberg entsteht unter Tom Tykwers Regie der gigantische Mehrteiler "Babylon Berlin", während nebenan Lummerland für Dennis Gansels groß angelegte "Jim Knopf"-Verfilmung gebaut wird. Matthias Schweighöfer und Marvin Kren inszenieren ihre neuen HighEnd-Serien für Amazon ("You Are Wanted") und Turner ("4 Blocks") ebenso vor Berliner Kulisse wie Florian Henckel von Donnersmarck sein "Werk ohne Autor" und Ute Wieland "Tigermilch". Und Til Schweiger macht mit "Conni & Co 2" zusammen mit Detlev Bucks "Bibi & Tina 4" und Isabell Šubas "Hanni & Nanni" Brandenburg zum Film-Hotspot des Sommers.

Die nächsten Kinohighlights aus der Hauptstadtregion stehen auch schon in den Startlöchern. Wir freuen uns auf Fatih Akins "Tschick", Karoline Herfurths "SMS für dich", Wolfgang Petersens "Vier gegen die Bank", Martin Schreiers "Unsere Zeit ist jetzt" um den Rapper Cro, Andreas Dresens "Timm Thaler" oder Johannes Nabers "Das kalte Herz", um nur einige zu nennen.

Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Filmförderung, Medienboard: "Derzeit läuft es gut am Film- und Serienstandort, weil Berlin-Brandenburg eine attraktive Location mit begehrten Originalmotiven und fantastischen Studios ist. Auch in diesem Jahr herrscht Vollbeschäftigung für die hochqualifizierten Filmcrews. Der Standard ist künstlerisch wie technisch auf Weltniveau und der Bedarf an audiovisuellem Content steigt. Um die Produktionen hier zu halten, ist neben der Regionalförderung ein bundesweites automatisches Förderprogramm für die Audiovisual Creative Industries notwendig, wie es das an konkurrierenden Standorten wie zum Beispiel Großbritannien gibt."

Medienfrauen braucht das Land!
Angeregt durch die Initiative Pro Quote Regie erforscht eine FFA-Studie derzeit die Hintergründe für die schlechte Auftragslage von Regisseurinnen und Autorinnen. Auch beim Medienboard ist die Gleichstellung von Film- und Medienmacherinnen ein wichtiges Thema. Unbestritten ist, dass Frauen herausragende Filme machen – was die jüngsten Erfolge von Maren Ade oder den Zuschauermillionärinnen Anika Decker und Julia von Heinz zeigen. Beim Medienboard sind rund ein Drittel der Fördernehmer_innen Frauen, das kann gerne noch ausgebaut werden. Dass Medienfrauen eine Menge zu sagen haben, zeigen auch die rund 30% Speakerinnen auf der MEDIA CONVENTION. Mit Womenize, dem "Action-Day" im Rahmen der International Games Week Berlin, werden gezielt Frauen über Tech-Berufe informiert. Grundsätzlich wäre es wünschenswert, wenn sich wenigstens alle öffentlich-rechtlichen Sender zur Quote verpflichten würden. Digital Ladies vor, Frauen ran ans Regiezepter!

Helge Jürgens, Geschäftsführer Standortentwicklung, Medienboard: Bei der digitalen Entwicklung und in der Start-up-Szene ist Berlin-Brandenburg nicht nur in Deutschland, sondern in Europa ganz weit vorne. Die audiovisuellen Branchen boomen, das Wachstumspotenzial ist enorm – und die Anforderungen verändern sich täglich, auch für die Förderung. Für uns gilt es deshalb, den Transformationsprozess zu fördern und dabei flexibel zu bleiben. Es gilt, starre Systeme zu vermeiden, nur so können wir die richtigen Antworten auch für zukünftige Fragestellungen finden."

Start-up Capital, Leuchtturm-Events & digitale Innovationen
Berlin-Brandenburg ist Deutschlands Start-up-Hochburg, eine der angesagtesten Event-Destinationen und Hub für Innovationen aus den Bereichen Games, Web und Transmedia. Das Medienboard unterstützt Event-Highlights der Region, wie den Deutschen Film- und den Deutschen Computerspielpreis und veranstaltet mit der MEDIA CONVENTION Berlin in Kooperation mit re:publica selbst einen der größten Medienkongresse Europas. Seit 10 Jahren werden digitale Inhalte gefördert, wobei das Medienboard gezielt die Entwicklungen am Markt verfolgt: Ein aktueller Fokus liegt auf Projekten mit Anwendungen für Virtual Reality. Die Digitalförderung zahlt sich aus: Medienboard-geförderte Games bringen Preise nach Hause (DCP16 für "Professor S."), zahlen ihre Förderung zurück ("The Curious Expedition", "Wimmelburg") und sind einer der Wachstumstreiber in der Hauptstadtregion. Neben der Förderung von VR wird das Medienboard als enger Partner des neuen Virtual Reality-Vereins Berlin-Brandenburg zukünftig die Profilierung des VR-Standorts vorantreiben, z.B. mit VR-Hubs oder Branchenevents wie der "VR Now! The Tech Biz Art Conference“ (16.11.2016).

Serielle Formate – TV & Web wachsen zusammen
Top-Produktionsstandort auch für innovative Serien: Neben aufwendig produzierten HighEnd Drama-Serien entstehen in Berlin-Brandenburg spannende neue Formate aus den Bereichen Factual, Entertainment und Web fürs klassische TV und für digitale Plattformen wie die Friedrich Liechtenstein-Doku "Tankstellen des Glücks", die ARTE-Kurzfilmreihe "Paare" mit Nora Tschirner und Til Schweiger oder das Dating-Format "Perfect Match". Mit Veranstaltungen wie den "Drama Series Days" im Rahmen der Berlinale werden Austausch und Vernetzung auf dem internationalen Serienmarkt unterstützt. Das Medienboard fördert auch die Medienmacher von morgen, u.a. mit dem "Your Turn-Wettbewerb" oder "WIGO", beides Programme für junge, innovative Videomacher.

Medienindex: Unternehmen optimistisch, Umsätze steigend
Die audiovisuellen Branchen der Hauptstadtregion entwickeln sich weiterhin positiv. Der neu veröffentlichte Medienindex Berlin-Brandenburg belegt, dass die Förderung von Film, TV, Mobile und Games in der Hauptstadtregion Früchte trägt: Auch für das Jahr 2014 kann wieder ein 7%iges und damit im Vergleich zum Vorjahr konstantes Umsatzwachstum verzeichnet werden. So stieg der Gesamtumsatz der Bewegtbildbranche um eine halbe Mrd. auf 6,6 Mrd. Euro an. Seit 2004 ist der Umsatz damit insgesamt um 94% Prozent gestiegen. Über 11.000 Unternehmen schafften fast 65.000 Beschäftigungsverhältnisse. Der Boom der digitalen Märkte zeigt sich auch an der Entwicklung der Start-up-Szene in der Hauptstadtregion. Die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft ist mit 15,7 Mrd. Euro ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region.

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Mareike Jung & Laura Winkler
Kommunikation und Presse
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