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Rekordjahr 2015 für den Filmstandort Berlin-Brandenburg

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FILMFÖRDERUNG 2015

  • 30,5 Mio. Euro Medienboard-Mittel, davon 25,6 Mio. Euro für Filmförderung
  • 2 Mio. Euro mehr Fördermittel von Berlin und Brandenburg
  • Über 600% Regionaleffekt im Bereich Spielfilm- und Serien-Produktion, das entspricht 100 Mio. Euro Umsatz!
  • Rund 4700 Drehtage in Berlin und Brandenburg, 2350 davon allein für Medienboard-Gefördertes
  • 4 Oscars und 13 LOLAs für Medienboard-Filme 2015
  • 6 Oscar-Nominierungen für Medienboard-geförderten Film "Bridge of Spies"
  • 6 Zuschauermillionäre 'Made in Berlin-Brandenburg'
  • 24 Mio. Besucher sehen Medienboard-geförderte Filme, das sind fast ¾ der Zuschauer deutscher Filme
  • 2 Medienboard-geförderte Filme im Berlinale-Wettbewerb, 15 weitere im offiziellen Festivalprogramm

Berlin/Potsdam – Über 10 Jahre Qualitätsförderung zahlen sich aus, wie die Bilanz eines bombastischen Filmjahrs 2015 zeigt. Die Marke 'Made in Berlin-Brandenburg' steht für kreatives Filmschaffen auf Weltniveau, für vielfach ausgezeichnete Kinokunst und kommerziell erfolgreiches Publikumskino. Der Filmstandort gehört zu den international beliebtesten Drehorten für Filme und Serien.

Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus: "2015 war ein Rekord-Filmjahr für Berlin-Brandenburg. Sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich boomt die Film-Hauptstadtregion. Für die Zukunft sind tragfähige Fördermodelle in Deutschland notwendig, um auch weiterhin international wettbewerbsfähig zu sein. Die Kreativität und das Know-How haben wir."

Film – das Schönste aus Kultur und Wirtschaft 

findet auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller: "Nicht zuletzt durch die Arbeit des Medienboards Berlin-Brandenburg ist Berlin zunehmend Drehort großer internationaler Produktionen geworden. Das ist eine gute Werbung für unsere Stadt und es schafft gleichzeitig Arbeitsplätze. Ich freue mich schon auf die Berlinale, die diese Entwicklung am besten ausdrückt."

Und Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: "Mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg verfügt die Hauptstadtregion über eine hochprofessionelle und gut vernetzte Institution, die bei internationalen Kooperationen exzellent aufgestellt ist. Die neue Förderung serieller Formate macht den Medienstandort zusätzlich attraktiv für die Produktion von hochkarätigen Serien, wie die fünfte Staffel von 'Homeland' oder 'Berlin Station' und künftig 'Babylon Berlin' zeigen."

Mit insgesamt 25,6 Mio. Euro (von 30,5 Mio. Euro Gesamtfördervolumen) unterstützte die Filmförderung im letzten Jahr Filmprojekte, Kinodigitalisierung und Festivalauftritte. Die Produktionsförderung von 45 Spielfilmen und 4 High-End Drama Serien allein löste Ausgaben in mehr als 6-facher Höhe in Berlin-Brandenburg aus, was rund 100 Mio. Euro Umsatz für die Region bedeutet.

Spitzenwerte auch bei den Drehzahlen: An rekordhaften 4700 Tagen wurde im letzten Jahr in Berlin-Brandenburg gedreht – was zeitweise zu komplett ausgebuchten Studios und Filmcrews führte. An 2351 Drehtagen entstanden hier allein die vom Medienboard geförderten Produktionen. Neben der internationalen Erfolgsserie "Homeland" um CIA-Agentin Carrie Mathison, die 6 Monate lang ausschließlich in der Hauptstadtregion gedreht wurde, setzten u.a. Fatih Akin ("Tschick"), Andreas Dresen ("Timm Thaler"), Karoline Herfurth ("SMS für dich"), Helene Hegemann ("Axolotl Blockbuster"), Detlev Buck ("Bibi & Tina 3") und "Fluch der Karibik"-Regisseur Gore Verbinski ("A Cure for Wellness") ihre aktuellen Projekte in Berlin und Brandenburg um. Mindestens die gleiche Anzahl an Drehtagen kommt hinzu, wenn man nicht-geförderte Produktionen wie "Captain America", "Bourne 5" oder Serien wie "Berlin Station", "War Machine", "Charité", "Ku’damm 56" und "Die Stadt und die Macht" dazu zählt.


Festivals & Preise: Von Oscar bis Lola, von Cannes bis Kanada

9 Oscar-Nominierungen, 4 Oscars, Golden Globe und 5 BAFTAs für Wes Andersons Medienboard-geförderte Komödie "Grand Budapest Hotel" bescherten der Hauptstadtregion einen triumphalen Jahresauftakt. Sebastian Schippers One-Take-Wonder "Victoria" legte mit dem Berlinale-Bären, 6 Lolas und Kritiker-Hymnen einen Triumphzug von Deutschland über Europa bis nach Übersee hin. Und während "keine deutschen Filme in Cannes" beklagt wurden, konnten 2 Berliner Weltkino-Produzenten mit "Kirschblüten und rote Bohnen" und "Ephraim und das Lamm" Premieren mit jeweils einer Medienboard-geförderten Koproduktion an der Croisette feiern. Deutscher Dokumentarfilmpreis für Michael Oberts "Song from the Forest", Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Laura Lehmus' "AlieNation", Deutscher Kamerapreis an Nikolaus Summerer für "Who Am I", Drehbuchpreis in Montreal für "Mein letzter Sommer" – Medienboard-geförderte Produktionen führten auf allen künstlerischen Ebenen das Feld an.


Kunst & Kommerz 'Made in Berlin-Brandenburg'

6 Zuschauermillionäre gingen auf das Förderkonto des Medienboard! An der Spitze der Blockbuster "Fack ju Göhte 2" (7.639.153), dicht gefolgt von der Alzheimer-Tragikomödie "Honig im Kopf" (insg. 7.226.810), auf den Plätzen 3 bis 5 "Er ist wieder da" (2.395.664), "Traumfrauen" (1.705.330) und "Der Nanny" (1.661.399). "Ich bin dann mal weg" startete am Weihnachtsabend, machte die Million in der ersten Januar-Woche voll und liegt inzwischen bei über 1,5 Mio. Zuschauern.

Insgesamt 24 Mio. Menschen sahen im vergangenen Jahr Medienboard-gefördertes Kino, das sind etwa 75% der 33,9 Millionen Besucher deutscher Filme (lt. Rentrak). Ein bombastisches Kinojahr!


Serienhauptstadt Berlin-Brandenburg

Als erster regionaler Förderer hat das Medienboard 2015 die Förderkategorie für High-End Drama Series eingeführt. Die Filmförderung unterstützte horizontal erzählte Serien wie "Homeland", "Babylon Berlin", "The Disappearance" von Hans-Christian Schmid oder "Verschwunden" von Peter Nadermann. Mit "Tiger Girl" von den "Love Steaks"-Machern kommt Serielles auch aus dem Nachwuchs-Segment. "Babylon Berlin" von Tom Tykwer, Hendrik Handloegten und Achim von Borries wird nun als erste Produktion in der neuen Außenkulisse "Neue Berliner Straße" von Studio Babelsberg ab Frühjahr 2016 realisiert.

Kirsten Niehuus: "Die Einführung der Förderung von High-End Drama Serien in 2015 war ein voller Erfolg. Wir sind damit gut aufgestellt, um Projekte für neue Zuschauergruppen zu unterstützen. Ein wichtiger Schritt auch zur Stärkung von unabhängigen Produzenten."


Großes Fernsehen

Der Deutsche Fernsehpreis für das TV-Event "Nackt unter Wölfen" von Philipp Kadelbach und zwei Auszeichnungen für das aufwändig produzierte Eventmovie "Mordkommission Berlin 1" von Marvin Kren krönen Medienboard-gefördertes Fernsehen 2015. Mit Förderung aus Berlin-Brandenburg wurden u.a. auch die SAT1-Movies "Die Hebamme 2" von Hannu Salonen und "Udo Honig - Kein schlechter Mensch" sowie RTLs "Duell der Brüder - Die Geschichte von Adidas und Puma" von Oliver Dommenget gedreht.


Kinovielfalt jetzt voll digitalisiert

Die Digitalisierung der Kinos in Berlin-Brandenburg ist erfolgreich abgeschlossen. Um die einzigartige Kinovielfalt der Hauptstadtregion zu erhalten, hat das Medienboard 2015 seine Kinoförderung von 269.000 Euro auf 433.000 Euro um mehr als 60 Prozent erhöht. Die Spitzenprämie beträgt nun 15.000 Euro statt 10.000 Euro und auch die Prämienanzahl wurde von 37 auf 47 für Berlin und Brandenburg erhöht.


Gleichstellung - Sind wir dran!

"Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste" - das muss sich ändern! Beim Medienboard kommen über die letzten Jahre hinweg kontinuierlich rund ein Drittel Projektanträge von Regisseurinnen an. Unter den geförderten Filmen sind ebenfalls ungefähr 30% "Frauen-Filme", z.B. Franziska Buchs "Conni & Co", Maren Ades "Toni Erdmann", Anika Deckers "Traumfrauen" und Julia von Heinz‘ "Ich bin dann mal weg". In der Presse und in Gremien setzt sich das Medienboard für die Gleichstellung und eine Verbesserung der Quote ein.

Kirsten Niehuus: "30 Prozent sind ein guter Start. Aber gut ist es erst, wenn das Geschlecht bei der Regievergabe keine Rolle mehr spielt."


AUSBLICK 2016

Berlinale & Oscars

17 Medienboard-geförderte Filme präsentiert die Berlinale in ihrem offiziellen Festivalprogramm, 2 davon laufen im Wettbewerb um den Goldenen Bären, nämlich "Jeder stirbt für sich allein" von Vincent Perez und "Soy Nero" von Rafi Pitts. Außerdem werden in der Reihe LOLA@Berlinale auch die 16 Medienboard-geförderte Filme vorgestellt, die sich in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis befinden, darunter LOLA-Anwärter wie "Er ist wieder da" von David Wnendt und "Vor der Morgenröte" von Maria Schrader.

Beim traditionellen Medienboard Empfang, einer der größten und prominentesten Partys der Berlinale, werden in Kooperation mit dem internationalen Branchenblatt Variety wieder 10 EUROPEANS TO WATCH präsentiert, zu denen diesmal Paula Beer, Joel Basman, Omer Fast, Ivo Pietzcker und David Wnendt gehören.

Nach der großen Bären-Show heißt es fingers crossed für den 28. Februar, wenn in Los Angeles die 88. Academy Awards verliehen werden. Die Medienboard-geförderte Studio Babelsberg-Koproduktion "Bridge of Spies" von Steven Spielberg ist 6 Mal für die Oscars nominiert. In der Kategorie Bestes Szenenbild geht der Berliner Production Designer Bernhard Henrich mit ins Rennen! Oscar-Chance außerdem als Bester Film, für Bestes Originaldrehbuch (Matt Charman, Ethan & Joel Cohen), Besten Nebendarsteller (Mark Rylance), Beste Filmmusik und Besten Ton.

Die Kino-Highlights 2016 stehen auch schon in den Startlöchern: Die Kinoverfilmung von "Das Tagebuch der Anne Frank" mit Lea van Acken, "Cro - Don’t Believe the Hype" um den Rapper mit der Pandamaske, "Conni & Co" mit Emma Schweiger, "Tschick" von Fatih Akin nach dem Kultroman von Wolfgang Herrndorf, Andreas Dresens Neuverfilmung von "Timm Thaler", Gore Verbinskis "A Cure for Wellness", Karoline Herfurths "SMS für Dich", "Mein Blind Date mit dem Leben", "Ein Hologramm für den König", "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" und "Axolotl Blockbuster".

Frisch gefördert! Zu den Projekten aus der aktuellen Fördersitzung gehören Florian Henckel von Donnersmarcks "Werk ohne Autor", Wolfgang Petersens "Vier gegen die Bank", Ute Wielands "Tigermilch", Volker Schlöndorffs "Rückkehr nach Montauk", Claire Denis' "High Life" und Lars Kraumes "Terror" nach Ferdinand von Schirach.


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Pressekontakt:
Mareike Jung & Carena Brenner
Kommunikation und Pressearbeit Filmförderung
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