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Erfolgreiche Premiere für den MCB Impact Day

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V.l.n.r.: Helge Jürgens (Geschäftsführer New-Media-Förderung Medienboard), Kirsten Niehuus (Geschäftsführerin Filmförderung Medienboard), Ouassima Laabich-Mansour und Louis Klamroth (Moderator*innen Impact Day), Sabine Wessels (Projektleitung MEDIA CONVENTION Berlin/MCB Impact Day).

Berlin/Potsdam – Auftakt für das neue, hybride Konferenzformat der MEDIA CONVENTION Berlin, den MCB Impact Day: Im Rahmen des re:publica Campus diskutierte die Film- und Medienbranche der Hauptstadtregion über die aktuellen Entwicklungen der Medienwirtschaft, Medienpolitik- und Regulierung sowie über Wege aus der Krise. Der Impact Day fand live in einer denkmalgeschützten Industriehalle in Berlin-Neukölln statt und wurde online übertragen. Moderiert wurde er von Louis Klamroth und Ouassima Laabich-Mansour.
 
Helge Jürgens, Geschäftsführer New-Media-Förderung des Medienboard: "Die MEDIA CONVENTION Berlin greift als wegweisender Medienkongress von Anfang an die Themen der Stunde auf und möchte das auch weiterhin tun: Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es umso wichtiger, eine enge Verbindung zur Branche zu halten und den Austausch zwischen den verschiedenen Branchenteilnehmer*innen zu stärken. Es geht jetzt um innovative Lösungsansätze, um neue Geschäftsmodelle und Partnerschaften. Impulse dafür möchten wir mit dem MCB Impact Day setzen."
 
Dr. Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb): "Unser Programm beim MCB Impact Day hat erneut deutlich gemacht: Für einen demokratischen Diskurs brauchen wir auf lokaler Ebene ein vielfältiges Medienangebot, in den Großstadt-Kiezen genauso wie auf dem Land. Nachhaltige Förderung ist hier von enormer Wichtigkeit, auch nach der Krise. Gleichzeitig muss ein bewusster Umgang der Nutzer*innen mit Medien gefördert werden, damit sie bei der Fülle an Informations- und Nachrichtenangeboten den Überblick behalten. Hier setzt das von der mabb unterstützte Projekt „Journalismus macht Schule" an. Es ermöglicht den Dialog zwischen Journalist*innen und Schüler*innen und stärkt so das Bewusstsein für die Relevanz und die Bedeutung von unabhängigem Journalismus in der demokratischen Gesellschaft."

Nach der Eröffnung durch die Geschäftsführer*innen des Medienboard Berlin-Brandenburg, Helge Jürgens und Kirsten Niehuus, diskutierte Christian Beetz, Geschäftsführer von gebrueder beetz filmproduktion mit Helge Jürgens darüber, wo die Branche auf dem Weg ins neue Normal steht. Dazu Beetz: "Wir merken, als Produzent*innen haben wir keinen Anteil daran, dass jetzt mehr Leute Netflix gucken und mehr in der Mediathek geschaut wird. Das Virus ist wie ein Katalysator: Da merkt man die Schwachstellen dieser Transformation und die werden nun für die Branche besonders deutlich." "Wir möchten der Branche dabei helfen, aus diesen Transformationsprozessen zukunftsweisende Lösungen und Formate zu entwickeln", Jürgens dazu.
 
Zum Thema Diversity in Medienunternehmen befragte Moderatorin Ouassima Laabich-Mansour Sandra Subel, Head of Diversity and Inclusion bei Axel Springer. Wie es gelingen kann, Vielfalt nachhaltig zu fördern und zu verankern, dazu Subel: "We need a deeper structural change: a cultural change and a systemical change! We need to create an environment where diverse perspectives can thrive."
 
Wie wichtig Informations- und Nachrichtenkompetenz in Zeiten stetig steigender Informationsflut ist, haben Shakuntala Banerjee, stellvertretende Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios, und Dr. Kristian Kunow, stellvertretender Direktor und Leiter des Bereichs Förderung & Projekte der mabb, diskutiert. Vorgestellt wurde auch das Projekt "Journalismus macht Schule". "Der Austausch ist für beide Seiten wahnsinnig viel wert", so Banerjee. "Es ist wichtig, transparent zu machen, was Journalismus bedeutet." Kunow ergänzte: "Mit dem Internet sind Fähigkeiten und Kompetenzen für uns alle ein Stück weit relevant geworden, die früher nur Journalist*innen auszeichneten. Wir fördern deshalb unterschiedliche Projekte, die die Informations- und Nachrichtenkompetenz bei Nutzer*innen aller Generationen weiter ausbilden und gleichzeitig den Wert journalistischer Arbeit vermitteln."
 
Über das aktuelle Ringen zwischen den USA und der chinesischen Videoplattform TikTok, diskutierte Moderator Louis Klamroth mit Svea Windwehr, Mercator Fellow on International Affairs bei beim Mercator Kolleg und Patrick Weinhold, Head of Social Media der Tagessschau. "Das Hauptproblem ist, dass es keinerlei Infos darüber gibt, wie TikTok seine Inhalte moderiert. Staaten versuchen immer mehr den digitalen Raum, der natürlich auch ein politischer Raum ist, nach ihren Vorstellungen zu gestalten", so Windwehr. "Man darf sich nicht der Realität verschließen. Wenn unsere eigenen Plattformen immer älter werden, müssen wir Alternativen finden, um unseren Auftrag zu erfüllen, junge Menschen zu erreichen", erklärt Weinhold die Nutzung der App aus der Perspektive eines öffentlich-rechtlichen Senders.
 
Wie steht es um lokaljournalistische Angebote in Großstädten? Wie informieren sich Menschen über Ereignisse, die vor Ort passieren, und über lokale Informationen und Nachrichten? Und welche Fördermöglichkeiten gibt es, um die Medienvielfalt im Lokalen weiterhin zu sichern? Über diese Fragen haben Staatssekretär Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei Berlin, und Pia Frey, Co-Founder & CCO bei Opinary, diskutiert. "Wir versuchen, die technische Infrastruktur zu unterstützen, um den Journalismus vor Ort zu fördern. Die Grenze ist da, wo es um Inhalte geht", so Staatssekretär Gaebler. Frey betonte den großen Stellenwert von lokaler Medienvielfalt: "Lokaljournalismus ist eine wichtige Institution in Sachen Prävention von gesellschaftlicher Zerklüftung und Radikalisierung".
 
Den Stream des MCB Impact Days können Sie hier  nachschauen.

Über den MCB Impact Day

Das Medienboard Berlin-Brandenburg veranstaltet – in Partnerschaft mit der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg – den MCB Impact Day als Teil des re:publica Campus, bei dem vom 06.09. bis zum 04.10.2020 in vier Themenwochen die aktuellen Debatten unserer Zeit behandelt werden.
 
Pressekontakt:

Laura Liebe
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